 |
| Au Pair School |
 |
| Manhattan |
 |
| Auf dem Rockefeller Center |
 |
| Times Square |
Jetzt bin ich schon eine Woche hier... Vielleicht stimmt es ja doch was alle sagen, dass so ein Jahr wie im Flug vergeht.
Aber fangen wir mal von vorne an.
Eigentlicht war ich mir nicht dessen bewusst, dass ich einen Adventuere-Flug gebucht hatte, aber natürlich wurde es zu einem. Nach einem tränenreichen Abschied (was hätte man auch anders erwarten sollen) von Mama, Papa, Felix und den 3 Mädels, die extra noch zum "Goodbye-Sagen" nach D-Dorf gekommen sind (vielen Dank, ich hab mich echt super gefreut) ging es für mich in die Sicherheitszone (natürlich wurde mein Koffer komplett durchgeguckt). Doch statt eigentlich um 16:45 flogen wir erst um 17:05 los und diese Verspätung hatte zur Folge, dass wir unseren Anschlussflug von London nach New York um ein Haar sogar verpasst hätten. Aber so ein niedlicher kleiner Mann hat uns durch den riesigen Flughafen gejagt, sodass wir das Gate noch rechtzeitig erreicht haben (Verstehe einer die Eile, wir saßen noch ne Stunde im Flieger bist wir überhaupt losgeflogen sind). Der Flug an sich war ganz nett und auch mit meiner Sitznachbarin Kathrin hab ich mich voll gut verstanden, doch das nächste Hindernis war nicht weit. Über New York war ein "Thunderstorm" und somit konnten wir nicht am eigentlichen Flughafen Newark lanen, sondern mussten nach Philadelphia. Dort standen wir dann wieder über ne Stunde, bis wir schließlich endlich nach Newark ankamen. Nach der Immigration, die wirklich nicht schlimm war und recht schnell ging, ging natürlich (wie soll es auch anders sein) auch nicht alles glatt. Diesmal waren die Koffer an der Reihe. Diese waren nämlich nicht da! Die Verspätung in London sei zu groß gewesen, woraufhin die Koffer nicht umgeladen worden sind. Gott sei Dank war ich schlau (ja kommt auch mal vor ;-) ) und habe alle Sachen die ich für die Woche in der Au Pair School gebraucht hab, in meinem Handgepäckkoffer gehabt. Nun gut, das war immer noch nicht das Schlimmste :-D. Die Busfahrt war das Sahnehäubchen eines Kuchens aus Komplikationen und Verspätungen. Unser kleiner irischer Gnom (auch Busfaher genannt) der uns zur Trainingsschool fahren sollte, schien auf den ersten Blick recht kompetent. Hat wohl nicht sollen sein. Als wir nach 2 Stunden Fahrt an der Trainingsschool ankamen nahm das Unheil seinen Lauf. Wenn man nicht einparken kann, dann soll man es auch lassen (ich machs schließlich auch nur wenns unbedingt nötig ist). Der Herr versuchte den Bus durch eine Reihe von Bäumen zu bekommen, doch das klappte nicht so. Als das Licht im Bus anging, dachte ich, dass wäre ein schlechter Scherz. Unser Fenster war ohne Scheiß nur --> <-- son Stück vonnem Baum entfernt! Eine Ruckartige Busbewegung später und KLIRR!! die Scheibe war komplett kaputt! 2 andere sind noch gesprungen. Aber die Amis sind ja die Ruhe selbst. Man muss ja nicht anhalten, wenn irgendwas kaputt geht oder so, neeein, man fährt weiter und macht noch 2 kaputt! Verrückt!
Nun ja, dass war meine spannende Anreise, aber das hat mir dann auch wirklich gereicht, weil es schon 5 Uhr morgens war und um 7 mussten wir wieder aufstehen. Schlafen konnte ich da nicht mehr. Dem Unterricht konnte demnach auch nicht wirklich gefolgt werden, aber da auf dem Programm Stunden standen wie: "wie wasche ich richtig meine Hände" und "wie trage ich ein baby" (total der Bringer, da meine Mädels 9 und 11 sind), war das nicht wirklich schlimm. Das Essen in der Trainingsschool kann man sich so vorstellen wie in ner schäbbigen Jugendherberge. Typisch Amis gabs mindestens einmal Burger mit Pommes. Wobei einmal schmeckten die Pommes wie frittirte Möhren und waren auch so orange-rot. Weiß zufällig jemand, was des gewesen sein könnte? Wir haben ja auf Süßkartoffeln oder so getippt... schmeckte auf jeden Fall scheiße. Aber der Salat war
gut :-D
Am Donnerstag waren wir dann in NEW YORK! Die Stadt ist einfach der Hammer. Ich war komplett überwältigt. Klein Nina aus Lette im riesigen New York, wo auf einer Etage von sonnem Hochhaus wahrscheinlich so viele Menschen arbeiten wie im schönsten Dorf der Welt wahrscheinlich wohnen. Es war einfach nur richtig richtig geil. Erst haben wir so eine Bustour gemacht mit unserem Tour-Guide, der alle Sehenswürdigkeiten mit einer Szene aus Sex and the City verband. Danach gings mit der Fähre rüber nach Staten Island, wo wir an der Statue of Liberty vorbeigefahren sind. Es war super schön :-) Als letztes waren wir auf dem Rockefeller Center (natürlich gabs hier auch Komplikationen... Irgendwie war wohl der Fahrstuhl kurz vorher ausgefallen und musste kurz repariert werden - war ein super Gefühl dann mit dem Dingen 60 Stockwerke nach oben zu fahren, wo ich doch eh schon so ein riesiges Vertrauen in die Dinger habe^^) und konnten über die ganze Stadt blicken. Der Ausblick war einfach atemberaubend! Meine Fotos könnten glatt als neue New York Postkarten verwendet werden. Zu guter letzt hatten wir noch ein bisschen Zeit durch die Stadt zu laufen. So führte uns unser Weg zum Times Square, Broadway, natürlich zu nem Starbucks (da wird man ja auch schon fast gezwungen zu, wenn wirklich an jeder Ecke einer ist, also da konnte ich wirklich nichts für, dass ich mir da was kaufen musste!) und zum Empire State Building.
Die Woche auf Long Island ging wirklich schnell rum und jetzt sitze ich schon auf meinem riiiiesigen Bett in meinem Zimmer. Nach 4 Stunden Busfahrt kam unser Bus mit ziemlicher Verspätung am Treffpunkt an, wo unsere Gastfamilien uns abholten. Mich holte nur Scott,mein Gastvater ab, da Jessica noch arbeiten war. Ich hatte wirklich Schiss vor der ersten Begegnung, weil ich nicht wusste, ob ich die Hand geben sollte, ob ich den umarmen soll oder sonst was. Aber die ganze Angst war umsonst, er hat mich nett in den Arm genommen und mich ganz herzig Willkommen geheißen. Als wir dann in Montclair angekommen sind hat Scott netterweise meinen Koffer nach oben getragen (er tat mir schon ein wenig Leid... sah ziemlich mühsam aus das Ding hoch zuschleppen) und ichh abe erstmal ausgepackt (dafür dass ich 23 Kilo im Koffer hatte, hab ich echt nicht viel mit... find ich^^) und es mir ein bissl gemütlich gemacht, mit schönen Fotos von ein paar Leuten und einem schönen "I <3 Lette" T-Shirt. Danach hat mich Jessica ein bisschen durch die Stadt gefahren um mir ein bisschen was zu zeigen. Es ist eine wirklich schöne Stadt, mit vielen Läden und allem was man so braucht. Die Mädels kommen erst am Montag aus einem Sommercamp wieder. Ich bin mal gespannt wie die beiden so drauf sind und ob ich gut mit ihnen klar komme. Aber ich hoffe doch. Die Eltern sind auf jeden Fall schonmal super nett!
Die nächsten beiden Tage konnte ich dann mich erstmal ein bisschen einleben. Draußen war es immer unerträglich heiß, sodass ich dann doch lieber ein wenig im Haus geblieben bin, bei meinem heiß und innig geliebten Kühlschrank mit eingebautem Wasserspender und Eiswürfelmacher. Ich trink gefühlte 5 Liter am Tag, weil es einfach so Spaß macht die Eiswürfeltaste zu drücken :-D. Vorbildlich wie ich bin, habe ich mich bis jetzt wirklich nur gesund ernährt (bis auf gestern ein kleines Eis, was mir aber mit umgerechnet 3 € wirklich zu teuer war, dafür, dass es noch nicht mal soooo geil geschmeckt hat - bin halt ein sparsames Landmädel :-P). Es gab Wraps, Salat, Quiche und ganz viel Obst. Unser Kühlschrank ist eine bessere Obsttheke aus dem Supermarkt - Äpfel, Birnen, Weintrauben, Nektarinen, Orangen - alles was das Herz begehrt!
Gestern wurde ich dann ins kalte Wasser geschmissen. Ich musste Autofahren. Mit Automatik! Ich mein klar jetzt kommen alle "oohh das ist doch super einfach" und bla bla, aber für mich war es schon erstmal ein wenig komisch, mein linker Fuß ist gelangweilt und meine rechte Hand hat immer das Bedürfnis in den ersten Gang zu schalten, wenn man an einer Ampel steht. Aber nun gut, hab ja jetzt ein Jahr, um mich daran zu gewöhnen.
Jetzt bin ich aber erstmal gespannt, wie die Mädels auf mich und ihre Gastgeschenke reagieren!
Alles Liebe,
Nina