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Montag, 30. April 2012

Oh mein Gott - Ole ist nicht mehr da!


Jetzt ist schon wieder Mai. Nächsten Monat fliege ich schon wieder nach Hause. Man man man^^
Montag hatte ich nun zum letzten Mal Uni. Ich bin natürlich fleißig zum Campus hingefahren, war aber mal wieder niemand (außer so ein Mitschüler von mir, der mich jedes Mal zugelabert hat, ob ich nicht diese eine Kirche in Deutschland kenne. Er war halt mal irgendwann vor langer Zeit in Deutschland und fand diese eine Kirche so toll. Gut, dass er nicht wusste, wo die Kirche jetzt war, geschweige denn, wie sie denn heißt. Da ich ja auch wirklich jeeede Kirche kenne, konnte ich natürlich sofort mein Wissen dazu preisgeben – haha!). Bin dann in so ein Büro gegangen, um denen zu sagen, dass ich so ein Zertifikat über die 3 Credit Points bekomme. Schnell wurde dann ein Formular ausgefüllt und ab gings wieder nach Hause. Abends hatten wir dann unser allmonatiges Au-Pair-Meeting. Dieses mal stand Zumba auf dem Programm. War auch wieder sehr schön anzusehen. Die Südamerikanerinnen auf der einen, die Deutschen auf der anderen Seite. Auf der einen Seite die Damen, die Rhythmus wahrscheinlich schon mit der Muttermilch aufsaugen und auf der anderen Seite so Koordinationslegastheniker wie meine Wenigkeit. Da wir auch noch vor einem Spiegel rumhüpfen durften, bekam man sofort vor Augen geführt, wie unglaublich unbegabt man doch ist. War dafür aber auch umso lustiger.
Wie jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag gings auch dieses Mal am Dienstag ins Gym. Als Lea und ich dann da unsere Übungen gemacht haben, kam erstmal so eine Frau zu uns an und fragte uns, ob wir Fußball spielen würden. Ich hab dann gesagt, dass ich in Deutschland gespielt habe. Dann erzählte sie uns erstmal einen davon, dass ihre Tochter in Russland bei irgendnem Verein spielt, der gerade in der CL gegen Potsdam rausgeflogen ist. Jetzt sucht sie im Moment Mädels, die in einer Sommer-Liga mitspielen wollen. Das ich nicht sofort vor Lachen auf dem Boden lag war auch alles. Unser Letter-Kreisklasse A (weil, wir waren ja immer die höchstspielende Mannschaft und so :-D)-Niveau hätte auch gaaaanz sicher gereicht, um bei denen mitzuspielen :-D. Leider bin ich aber nur noch bis Ende Juni da und so musste ich der Dame, die sichtlich enttäuscht war, dass wir keine Zeit hatten, absagen. Abends sind Lea und ich dann nach einem Shopping beim Kaffeehändler unseres Vertrauens (haben uns so einen schönen Thermo-Becher gekauft) auf den Eagle Rock gefahren und haben die Staffeln von „Türkisch für Anfänger“ geguckt. Der Samstag ging dann ähnlich weiter und die typischen Aktivitäten der vor Langeweile fast eingehenden Au Pairs kamen wieder zum Vorschein. Es wurde mit 237 Menschen geskyped, Suppe und Pudding gekocht. Passende Hintergrundmusik lieferte der Gartenmensch, der unsere Holzterasse im Moment auf Vordermann bringt und diese am Abschleifen ist (seit 2 Wochen höre ich nun den gaaaanzen Tag dieses Geräusch – ich glaube ich bin für mein Leben geschädigt!).
Donnerstag haben Ari, Elana und ich dann mit meinem Nachfolger Au Pair geskyped. Die Mädels waren total aufgedreht und haben wirklich NUR geschnabbelt. Aber ansonsten war das Skypen echt nett und die Mädels fanden meine Nachfolgerin sympathisch, was schließlich die Hauptsache ist. Gekocht hatte ich dieses Mal ein neues Rezept. Meiner Meinung nach sah es eher aus wie Matsche und schmeckte jetzt auch nicht sooo bombe, die Mädels fandens aber super.
Freitag war wieder so ein „Nina legt den Schalter gerne um und kann sich nicht entscheiden was sie will-Tag“. Erstmal waren wir im Gym und Lea und Theresa hatten vor abends nach New York ins Vapiano zu fahren. Zunächst hatte ich auch Lust mitzufahren. Zuhause angekommen, war die Lust aber wieder weg und ich hatte mich schon seelisch auf einen Abend im Bett mit meinen besten Freunden Lena und Cem von Türkisch für Anfänger eingestellt. Ja irgendwann hatte ich aber dann doch wieder Lust und dachte mir so: Mhm joa, vllt ist Jessica ja passend wieder da und ich kann doch noch passend zur Bahn. So habe ich mich dann vorsichtshalber mal umgezogen. Aber wie die amerikanische Pünktlichkeit nun mal ist, kam die gute Frau nicht nach Hause. Meine Laune wieder weg und ich freute mich schon auf mein Bett. Als sie dann aber doch nach Hause kam, sagte sie mir dann, dass ich off wäre und machen könnte was ich wollte. Gut, dass sie auch in die Richtung von der Bahn musste, so hat sie mich dann mitgenommen und ich konnte dann doch mit Lea und Theresa nach New York fahren. Dort haben wir uns mit einem Freund von Theresa aus Dresden getroffen (der auch keinen sächsischen Akzent hatte – also ich frag mich, wo die ganzen Menschen wohnen, die so sprechen :-D). Im Vapi hatte ich dann auch wieder ne Bomben-Laune und habe die ganze Zeit nur geschnackt (kommt ja sonst nicht sooo häufig vor ;-) ). An der Bar hat uns unser (bzw. nein, mein) Lieblingsbarkeeper (Lea und Theresa haben ja nen andern ;-) ) wieder einen ausgetan. Hach, das schmeckt ja schon wieder ganz gut das Zeug. Als ich mir dann noch was holen wollte, hab ich mich mit einem Australier unterhalten, der (wie irgendwie fast jeder) natürlich auch schonmal in Deutschland war. Er war dann im Winter da und hat erzählt, dass er auf nem Weihnachtsmarkt war. Glühwein fand auch er super und ich habe nur gedacht: Jahaaa, im Winter wird jeder einzelne Weihnachtsmarkt in NRW besucht, damit ich auch wieder schööön viel Glühwein trinken kann – natürlich nur zum aufwärmen versteht sich.
Oh man, jetzt hätte ich aber fast vergessen euch DIE Story zu erzählen. Als wir nämlich noch auf den Bus gewartet haben kam Lea an und sagte: „Wisst ihr was?!?! Ole ist nicht mehr da!!!“ Zunächst dachte ich ja „Hach gut, auch mal mitbekommen, dass der Pfeiffer schon weg ist. Der ist aber schon im Januar mit allen anderen gefahren.“. Aber sie meinte nicht den Herrn P. aus 302, sondern irgendsonnen Fuzzi aus der Serie Berlin Tag und Nacht. Was sie an dieser äußerst Sendung jetzt aber gerade so klasse findet bleibt mir und Theresa glaube ich für immer ein Rätsel. Der Running-Gag des Abends war dann aber: „Oh Gott, wie soll ich es eigentlich noch aushalten im Leben, jetzt, wo Ole nicht mehr da ist!“ :-D Ja, Theresa und ich hatten unseren Spaß damit – Lea jetzt irgendwie nicht so – keine Ahnung warum^^
Samstag habe ich dann erstmal Frühjahrs-Ausmistung gemacht. Die Klamotten, die ich eh nicht mehr mit nach Hause nehme sind schonmal in den Nebenschrank gewandert, sämtliche unnütze Uni-Zettel wurden weggeschmissen und überall einmal langeputzt. Wie schön das Zimmer jetzt aussieht – unglaublich. Gegen halb 4 wurde ich dann von Jany abgeholt und wir haben uns auf den Weg zur Mall gemacht. Dort sind wir dann ein bisl durch die Läden geschlendert, sind dann am Ende beim Chinesen essen gewesen und haben uns mal wieder richtig schön unterhalten J Abends hat sie mich bei Lea rausgelassen. Wir beide haben uns das Finale von DSDS angeguckt und sehr amüsante Fotos gemacht. Auch mit Lea’s Gastkindern gabs dann so manche lustige Fotos.
Der letzte Tag der Woche wurde dann auch wieder mit ein bisschen Shopping verbracht, weil ich einfach noch Schuhe brauchte. Ich habe wirklich nicht viele, die man noch gebrauchen kann (nur 2 Paar Ballerinas, ein Paar flache Chucks und ein Paar hohe Chucks – das ist ja nun wirklich nicht viel, da ist es ja wohl verständlich, dass ich noch was kaufen musste :-D). So gabs dann für mich ein schönes Paar Keds. Abends habe ich dann wieder ein bisl bei Lea im Zimmer rumgechillt, während sie mit einer Freundin in Neuseeland geskyped hat. Bei Lea sind nämlich von 6 Mädels 3 im Ausland (Neuseeland, Australien und USA), da ist es dann nicht sooo einfach, sich mal auf nen Skype-Date zu treffen.
Heute war dann der erste Montag, wo ich nur die Wäsche waschen musste, ohne zur Uni zu gehen. Man, was habe ich jetzt wieder ein noch gechillteres Leben als vorher. Weiß gar nicht, was ich mit meiner ganzen freien Zeit alles anfangen soll :-D

Alles Liebe,
Nina

P.S.: Ole ist übrigens doch wieder da, das Leben kann weitergehen :-D

Montag, 23. April 2012

Tequila gefällig?


Ferienwoche. Das könnte man auch als den Horror eines jeden Au Pairs definieren, da man die Blagen den ganzen Tag am Kopf hat, meistens auch noch die wöchtenlichen Aktivitäten ausfallen und nach spätestens drei Tagen der Lagerkoller ausbricht. So schlimm war die letzte Woche dann aber (dem Himmel sei Dank) doch nicht. Es wurde jeden Tag ausgeschlafen (was bin ich froh, dass meine Kinder Langschläfer sind), zum Frühstück Waffeln gebacken oder „Brötchen“ (was man hier halt Brötchen nennt) geschmiert und erstmal TV geschaut. Elana hatte sogar ihre kompletten Aktivitäten und so gings für sie ab zum Fußball am Montag. Ari und ich haben uns dann die Tennisschläger geschnappt und sind ne Stunde spielen gegangen. Bei 30°C um 18:00 Uhr waren wir komplett fertig danach und meine Kopfschmerzen (jaaa, Kind ist wetterfühlig – dieses ganze hin und her! Letzte Woche 30°C heute wieder nur 12°C – ist doch ganz ehrlich scheiße!) wurden auch nicht wirklich besser dadurch. Gut, dass die Abendaktivität eher gechillt ausfiel. Da ich ja schon den ganzen Tag so „hart und lange“ gearbeitet habe, hatte ich abends meist schon um 18:00 Uhr frei. Dieses mal sind wir (hach, was ein Zufall) zum Starbucks gegangen. Lea und Theresa mussten ihre Hausaufgaben für ihre Weekend-Class, die sie Anfang Juni für ein Wochenende zu den Niagara-Fällen führt (ja ich hasse sie, weil sie mich alleine lassen^^) und für die sie jetzt 3 oder 4 mal nen Samstag lang in New York 6 Stunden lang abgammeln dürfen, machen. Zur Unterstützung bin ich dann mal mitgegangen und wollte helfen. Stellte sich nur heraus, dass sie mein unglaubliches Wissen und meine große Weisheit nicht brauchten, da sie nur malen mussten. Eine Bildergeschichte, mal was ganz Tolles! Meine Kreativität diesbezüglich hielt sich leider in Grenzen und so guckte ich mir an, wie viele Strichmännchen, Wasserfälle und Boote gemalt wurden.
Dienstag hatte ich dann nur morgens die Kinder, musste also nur Frühstück machen, danach wollte Jessica mit ihnen um 12:00 Uhr los zum Zahnarzt nach Brookln (seinen Zahnarzt muss man ja auch 1 ½ Stunden entfernt haben ;-) ). Aus 12:00 Uhr ist dann natürlich auch wieder 12:45 geworden, was aber wahrscheinlich das amerikanische 12:00 Uhr ist. Wenn ich eines gelernt habe in dem Jahr, dann, dass die Amerikaner nie, wirklich NIE zu der Zeit loskommen, wie sie es eigentlich geplant haben^^Als die Damen der Frank-Family dann aufgebrochen waren, habe ich mir die Kopfhörer aufgesetzt und bin mit einem kleinen Umweg über den Starbucks (man muss die Sucht schließlich befriedigen) zum Park gelaufen und habe mich dort in die Sonne geflezt. Irgendwann hat Lea mich dann abgeholt und nach langem Überlegen, wo wir denn jetzt essen gehen sollen, sind wir schließlich zum „Tick Tock-Diner“ gefahren. Endlich kann man sagen. Jedes mal, wenn wir nach New York fahren, dann sehen wir den und ich fand den Namen einfach so klasse, dass ich da unbedingt hin musste. Den typischen amerikanischen Diner stellt man sich ja immer voll mit Jugendlichen vor. Na ja, das Klientel dieses Diners war eher 60+ und nicht wirklich in unserm Alter. Dafür schmeckte das Essen aber echt lecker und das ist schließlich die Hauptsache. Nachher haben wir dann Theresas neue Kamera eingeweiht und haben allerhand lustige Fotos gemacht.
Mittwoch war dann wohl der chilligste Tag der Woche, da beide Mädels ein Playdate (also ne Verabredung) hatten. Mittags hatte ich denen dann schnell Nudeln gekocht und danach wurde weitergespielt. Ich saß dann die meiste Zeit im Wohnzimmer, habe gelesen und mit Zuhause kommuniziert (mache ich ja sonst auch eeeecht selten). Abends gings dann zum Yoga. War auch ganz amüsant, aber für Menschen, die gelenkig wie ne Brechstange sind, wie ich es nunmal bin, war es schon ziemlich anstrengend. Mal gucken, ob ich jetzt die große Yoga-Laufbahn starte und da nochmal hingehe. Der Muskelkater am nächsten Tag spricht eigentlich dagegen, aber man kanns ja mal probieren.
Da Ari am Donnerstag wieder nen Playdate hatte, kam ich auf die grandiose Idee mit Elana zu backen. Im Internet habe ich dann schön ein super-gesundes Muffin-Rezept gesucht, was sich echt lecker angehört hat. Nun gut, wir angefangen, Äpfel und Möhren geschnitten, die restlichen Zutaten dazu und ab in den Backofen. Als die Dinger dann fertig waren, sahen die auch echt super aus. Aber es gibt ja bekanntlich das Sprichwort „Mehr Schein, als Sein“ (ich hoffe, dass war jetzt richtig, weil mit Sprichwörtern hab ichs hier nicht mehr so :-D). Als wir dann ein son Teil probiert haben, ist uns einfach nur schlecht geworden. Es hat total verfault und schlecht geschmeckt und war total widerlich! Ich frage mich bis heute, warum das nichts geworden ist. Es muss das Backpulver gewesen sein, weil die restlichen Zutaten alle frisch gewesen sind. Meine Letter Landfrauen-Ehre hat aber nach diesem Jahr einen riesigen Knacks bekommen. Erst der Brot-Kuchen für Leas Geburtstag und jetzt dieser Scheiß :-D Backen nach Rezept werde ich definitiv erst wieder Zuhause! Hier liegt das alles nur an den Zutaten, dass das alles nichts wird – eindeutig^^
Um mich von dem Malör abzulenken bin ich dann abends wieder mit Lea und Theresa im Park Fotos machen gegangen. Oh was hatten wir wieder einen Spaß! Ich bin wirklich froh, dass ich die beiden hier habe. Wir haben immer total viel Spaß und können über alles schnacken J
Freitag war meine Woche dann auch schon wieder um, weil ich den Mädels nur Frühstück gemacht habe und wir dann auch schon nach New York gefahren sind. Mit Lea hatte ich mich im Bus verabredet. Die Mädels wurden nur noch schnell bei Jessica abgesetzt und los ging ein sehr schöner Tag. Zunächst saßen wir beim Starbucks und haben mal wieder darüber geschnackt ,was wir alles machen werden, wenn wir zuhause sind und worauf wir uns am meisten freuen. Dann haben wir noch mit einem Freund von Lea geskyped und irgendwann sind wir dann zum Vapiano gegangen. Joa und da saßen wir dann auch ab 17:30. Nach dem Essen haben wir uns dann an die Bar gesetzt und sind irgendwann angefangen mit dem Barkeeper zu schnacken, der, wie sich rausstellte, auch ein bisschen Deutsch versteht. Nun ja, irgendwann, als Lea und ich dann so am schnacken waren fragte der Herr nur so: „Kann ich irgendwas für euch tun?“ Wir dann halt so (in Gedanken natürlich: jaaa einmal bitte alles, von Bacardi bis Malibu, dankeee): „Ne ne ist schon okay.“ Dann sagte er aber: „Ach kommt, ich tu euch einen aus, was möchtet ihr denn gerne, ist Tequila okay?“ Wir dachten ja, der verarscht uns und sagten dann nur so: „Ja klar, ist super.“ Der machte auch dann weiter seine Arbeit, Gläser wegräumen und so weiter, ja aber dann stellte der uns da jedem nen Glas hin und wir bekamen nen Tequila mit Limette oben drauf J Richtig cool!
Der abend war dann auch wieder schnell um und Samstag war dann ziemlich langweilig. Lea und Theresa hatten ihre Class in New York und abends musste ich auch arbeiten. So habe ich mich dann beim Starbucks hingechillt, bisl Kafffee getrunken und Karten geschrieben. Am Sonntag sind wir 3 dann ins Kino gegangen und haben den neuen Zac Efron Film „The Lucky One“ geguckt. Der war auch wirklich schön (wobei Lea und Theresa nur wegen der Szene in der man Efrons freien Oberkörper sehen kann in den Film gegangen sind, da können die mir erzählen was sie wollen :-D). So ging diese, mit so viel Schrecken gefürchtete Woche doch sehr schnell um und nächste Woche startet der Alltag wieder.

Alles Liebe,
Nina

Montag, 16. April 2012

Can I lie between you?


Diese Woche war dann mal ein wenig anders als sonst. Zunächst mal, weil Jessica erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wiederkam und ich somit jeden Abend bis 21:00 Uhr arbeiten, kochen und die Lunchpakete der Mädels machen musste. War ein bisl nervig, aber na ja, dafür hatte ich den Freitag aber eigentlich frei. Nun ja, am Dienstag habe ich dann aber einen Anruf von meiner Mama bekommen. Meine andere Oma ist auch verstorben. Es war wieder so komisch, weil ich einfach nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Dieses Mal waren Lea und Theresa aber sofort bei mir und sie haben mit mir geredet und mich abgelenkt. Wahrscheinlich realisiere ich das alles erst, wenn ich nach Hause komme.
Davon abgesehen ging die Woche eigentlich recht schnell um. Freitag war ich dann eine schöne Runde laufen und habe dann meine Sachen gepackt, um wieder bei Lea einzuziehen fürs Wochenende. Samstag ging es dann zum Sonnen in den Brookdale Park, da das Wetter schon richtig schön ist hier. Abends wurden dann meine Haare heller gefärbt. Auch am Sonntag haben wir schön viel gechillt und wieder im Park rumgelegen. Auf einmal kam dann son alter Kerl an, der uns einen erzählte, von wegen er wäre ja schon so lange mit dem Fahrrad rumgefahren und jetzt total kaputt, ob er sich nicht zwischen uns hinlegen könnte. Ich dachte echt, der will uns verarschen! Na ja, nachdem wir dann aber gesagt haben, dass wir leider kein Interesse daran haben ihn auf unsere Decke zu lassen ist er Gott sei Dank weitergefahren.
Diese Woche haben die Mädels jetzt Springbreak. Heute haben wir dann ein wenig ihre Schränke aufgeräumt und sind zu der Eisdiele gegangen, die die Straße runter liegt. Das Wetter ist mit 30° C wirklich hammer schön! Ich sende euch hiermit ein wenig Sonnenschein, damit ihr auch ein wenig davon habt!

Alles Liebe,
Nina

Montag, 9. April 2012

Jetzt muss man sogar in den USA aufpassen was man auf Deutsch sagt


Um wieder in den Rhytmus zu kommen gibt's jetzt schon den nächsten Bericht. Das Wochenende war nämlich SO witzig (also "so röööchtig" witzig, um es in den Worten von Marc Meier zu sagen), da lohnt es sich sogar drüber zu schreiben. 
Nach dem Abschied am Freitag bin ich mit der Metro bis zum Central Park gefahren, hab mich dort in die Sonne gefletzt und das Buch zum Film von "Türkisch für Anfänger" zu lesen. Ich könnte ja wirklich heulen, dass ich den Film nicht gucken kann! Aber nun gut. Nach dem die letzten Sonnenstrahlen genossen wurden hatte ich beschlossen die 2,25 für nen Metro-Trip zu sparen und bin von der 59th runter zum Vapiano in die 13th Straße gelaufen. Den Plan schön galant die 5th Ave runterzuspazieren habe ich nach einer Straße schon aufgegeben. Es war einfach So dermaßen voll, dass ich die Krise bekommen habe. Die 6th war dann definitiv besser. Im Vapiano angekommen wurde weitergelesen und mit aller Kraft der Tisch verteidigt, an dem ca. 3 Stunden später Lea und Theresa noch Platz finden sollten. 20 Leute habe ich mit dem Satz "Sorry I'm waiting for some Friends" abgewiesen. Da ich aber sehr überzeugend rüberkam, dass ich auch wirklich Freunde habe, die bald kommen würden, wurde diese Mission auch mit Bravour erfüllt und nach endlich 3 Stunden kamen Lea und Theresa dann auch vorbei J. Nachdem Theresa dann den unglaublichen Geschmack von Cola-Essig-Öl probieren durfte, die Thymian-Pflanze auf Drogen (nämlich auf Cola-Essig-Öl) gesetzt wurde und Theresa schamlos mit dem Barkeeper geflirtet hat, machten wir uns auf den Weg zum Busterminal. Auf dem Weg zur Straße, um lässig ein Taxi anzuhalten (na ja, so cool zu pfeiffen wie der Typ letzte Woche hat jetzt eher nicht geklappt^^) kamen wir mal wieder auf das Thema der verscheidenen Bezeichnungen für bestimmte Dinge. Da wir ja aus dem Rheinland und den Königreichen Sachsen und Lette kommen, gibts da häufiger mal Unterschiede. So überlegten wir uns wie man den männliche Wesen bezeichnet. Wir kamen von Typen, Kerle, Männer dann auch irgendwie auf Spacko und Arschloch (natürlich nur, wenn die Herren der Schöpfung dann wirklich was ganz böses gemacht haben, sonst würde uns sowas natürlich niemals in den Sinn kommen :-P), na ja auf jeden Fall drehte sich ein Herr der Männer-Gruppe (die wirklich komplett wie Amerikaner aussahen) vor uns genau bei diesen Wörtern dann um. Theresa noch so: “Passt ja, genau jetzt dreht er sich um!”. Na ja – zu früh gelacht. Nachdem wir die Kerle überholt hatten und dann an der Ampel warten mussten, kam auf einmal hinter uns die Frage. “Ey seid ihr aus Deutschland?” (hätten mal antworten müssen, dass wir aus Angola kommen und nur aus Spaß die ganze Zeit deutsch redden). Als wir uns dann umdrehten grinste uns die größte Zahnlücke der Welt an. Die Kerle kamen auch aus Deutschland und hatten unsere komplette Unterhaltung verstanden. Und wir wundern uns noch, dass der eine sich umdreht und uns nur angrinst :-D Jetzt muss man schon in Amerika aufpassen, was man auf DEUTSCH sagt, damit man sich nicht komplett blamiert^^
Am Samstagmorgen ging das das große Dessert machen im Fairview Place los. Ich hatte sturmfrei am Wochenende und so konnten wir meine Küche in Beschlag nehmen. Theresa’s Gastfamilie hatte mich und Lea für Sonntag zu Ostern eingeladen und wir wollten als Dankeschön eine Kleinigkeit mitbringen. Da haben wir dann leckeren Nachtisch gemacht. Damit wir noch was feines zum Anziehen haben wollten wir noch eben kurz in die Mall. Aus “eben kurz” sind dann auch mal schöne 3 Stunden geworden und unsere Geldbörsen (ich weiß einfach nicht wie man das Wort mit P richtig schreibt :-D ) wurden schnell leichter. Wir haben aber auch alle was schönes gefunden. Abends gings dann ins Kino und wir haben “American Reunion” geguckt. Mega witzig muss ich sagen. Allein die erste Szene hat mich Tränen lachen lassen!
Sonntag gings dann nach der üblichen Samstagabendübernachtung bei Lea gegen Mittag zu Theresa. Dort war dann ein Teil der Familie versammelt mit ihren Kindern und das Osterlamm wurde gerade auf den Grill gepackt. Probiert haben wirs nachher sogar (jaaa ich probiere so langsam nämlich alles :-P), aber na ja. Irgendwie kam mir dann doch immer in den Sinn, was denn da gerade gegessen wird und dann schmeckte es iwie nicht wirklich. Später waren dann alle Kinder ganz aufgeregt, da die Eiersuche anstand. Wir 3 hatten vorher die Eier im Garten versteckt (und glaube ich auch mehr Spaß gehabt, als die Kinder im Endeffekt beim Suchen ;-) ) und uns unglaublich gute Verstecke ausgedacht. Theresa’s Hostkind Katelyn war die Siegerin, weil sie das Goldene Ei gefunden hatte (ich bin mir eigentlich sicher, das Theresa sie vorher darauf trainiert hatte, damit sie gut da steht nachher ;-) ) Abends habe ich mich dann schön ins Wohnzimmer gesetzt, die Ruhe genossen und ein bisschen Türkisch für Anfänger geguckt J
Heute morgen gings dann in die Uni. Eeeeendlich wurden wir wieder mit einem “Good Morngin Great Ones” begrüßt. Unser lieber Dr. Spellman war wieder da und wir mussten nicht mehr diese komische Alte ertragen! Auch unseren Test haben wir nun wieder bekommen. Jahaaaa und was hat Kindchen gezogen? Ein A mit 94 % J Vielleicht sollte ich mir doch noch überlegen Kunst zu studieren.

Alles Liebe,
Nina

Freitag, 6. April 2012

Mit Mama ist doch alles besser

:-)

mit Mama ists doch am Schönsten



















So meine Lieben, nach einer Woche ohne Eintrag (ich entschuldige mich, aber ich war ja sonst immer zuverlässig - was ich vorher auch nicht wirklich von mir gedacht hätte :-D), melde ich mich jetzt mal wieder zu Wort. Von der vorherigen Woche gab es eigentlich auch nicht viel zu erzählen, also man kann sagen, dass nur der Donnerstag erwähnenswert ist. Die Tage zuvor habe ich damit verbracht eine immer größer werdende Vorfreude aufzubauen, da
Donnerstagabend endlich meine Mama (mit Felix, Heti, Annette und Vincent natürlich ;-) ) ankam. Leider konnte ich erst am Freitag in die Stadt reinfahren, der Flugstatus wurde trotzdem gefühlt minütlich überprüft. Wirkliche Änderungen hatte ich nie vorgefunden und um 15:00 oder so war dann der Flugstatus auch endlich auf "gelandet" umgesprungen :-) Am abend hatten wir dann unser monatlichen Au Pair Meeting, diesmal wieder beim Starbucks. Und auch diesmal war wieder so ein älterer Herr da. Der ist wirklich jeeeedes Mal da! Also entweder hat der kein Zuhause oder eine Furie als Frau Zuhause sitzen, vor der er entkommen will - ich tippe eher auf letzteres :-P in Montclair sind an dem Tag auch die Studenten ein bisschen durchgedreht. Wollten wohl einen auf Spring Break à la Miami machen^^ Die sind mit neon-farbenden Klamotten rumgelaufen und haben sich komplett betrunken. Natürlich wurde sich dann auch nicht mehr so benommen, wie man sollte und irgendwann kamen 20 Polizei-Autos angedüßt zu dem Laden in dem gefeiert wurde. Was jetzt genau der Anlass war, weiß ich leider nicht, aber das wirklich 20 Polizeiautos gebraucht wurden und es nötig war eine der Hauptstraßen Montclair komplett zu sperren wage ich doch zu bezweifeln.
Freitag konnte ich dann endlich nach New York fahren, um Mama wieder zu sehen :-) Jessica hatte mir früher frei gegeben und so war ich dann schon um 19:00 Uhr in Hotel (normalerweise muss ich ja immer bis 19:30 arbeiten, aber so konnte ich schon den Zug um 18:00 Uhr nehmen!). Das Wiedersehen war einfach nur schön und natürlich sind auch wieder ein paar Tränchen geflossen ;-) ich bin ja schon nah am Wasser gebaut - liegt aber bestimmt am Sternzeichen :-P Nach einem schönen Spaziergang zum Times Square sind wir dann auch schnell ins Bett begangen. Der Morgen danach lies leider nicht auf so schönes Wetter schließen wie wir es am Freitag hatten. Also Plan wieder umgeschmissen und los ging's. Mamas Truppe hatte sich im Vorfeld den New York Pass geholt, für den man nen bestimmten Preis bezahlt und dann in die meisten Sights umsonst und meistens auch schneller reinkommt. Zuerst habe ich sie dann zu Madame Tussauds gebracht. Danach ging's dann ins Museum of National History (da wo Nachts im Museum gefilmt wurde) und zu guter Letzt machten wir eine Bootsfahrt um die Südspitze von Manhattan. Das war richtig schön mit den ganze Lichtern. Nach den ganzen Attraktionen waren alle ganz schön platt am nächsten Tag, aber diesmal stand eine Fahrradtour durch den Central Park an. Richtig klasse einmal komplett alles zu sehen und das Wetter war auch wieder schön sonnig. Abends musste ich dann auch nach Hause, weil Ich Montag wieder arbeiten musste. Schön war, dass meine Gastmama sich frei genommen hatte am Dienstag. Da bin ich dann Montagabend wieder direkt nach New York gefahren und wir konnten morgens sofort starten. Wall Street und 5th Ave standen auf dem Programm. Mittwoch sind Mama und Felix dann zu mir nach Montclair gekommen und haben dann mal gesehen, was ich so den ganzen Tag mache (bzw. halt nicht mache :-P). Jetzt kann sie auch verstehen, warum ich häufiger mal Langeweile habe, da ich einfach nichts zu tun habe. Na ja ;-) ist besser, als würde ich vor Stress kurz vorm Burn Out stehen! Abends sind wir dann mit meiner Gastfamile essen gegangen. So konnten sich alle mal kennenlernen. Meine Gasteltern hatten sich total für mich gefreut, dass ich Besuch von meiner Familie hatten und haben mich auch nur gelobt (haha, ich mein wäre ja auch schon scheisse würden sie was anderes sagen, wenn ich direkt daneben sitze :-P)
Donnerstagabend bin ich dann wieder in die Stadt gefahren, da ich Freitag auch wieder frei hatte. Meine Gastfamilie ist über das Wochenende nach Florida geflogen und ich habe bis Montagabend frei :-)
Nach einem schönen Frühstück sind wir dann zusammen los zum JFK-Flughafen. Der Abschied war zwar nicht gerade einfach, aber ich habe ja wirklich nur noch 12 Wochen, bis ich dann endlich wieder nach Hause kommen kann. Da freue ich mich wirklich nur noch drauf... ich hatte eine wirklich tolle Zeit mit ihnen und es hat Spass gemacht ein bisschen Fremdenführer zu spielen - auch wenn ich manchmal nicht wusste was jetzt jedes einzelne hohe Gebäude für eine Aufgabe hat :-D
Abschließend möchte ich dann nur noch sagen: "Och Heeeeti..." "Aber ich bin's nicht, ich bin wach!" - ich lasse es mal unkommentiert :-)


Alles Liebe,
Nina