Jetzt ist schon wieder Mai. Nächsten Monat fliege ich schon
wieder nach Hause. Man man man^^
Montag hatte ich nun zum letzten Mal Uni. Ich bin natürlich
fleißig zum Campus hingefahren, war aber mal wieder niemand (außer so ein
Mitschüler von mir, der mich jedes Mal zugelabert hat, ob ich nicht diese eine
Kirche in Deutschland kenne. Er war halt mal irgendwann vor langer Zeit in
Deutschland und fand diese eine Kirche so toll. Gut, dass er nicht wusste, wo
die Kirche jetzt war, geschweige denn, wie sie denn heißt. Da ich ja auch
wirklich jeeede Kirche kenne, konnte ich natürlich sofort mein Wissen dazu
preisgeben – haha!). Bin dann in so ein Büro gegangen, um denen zu sagen, dass
ich so ein Zertifikat über die 3 Credit Points bekomme. Schnell wurde dann ein
Formular ausgefüllt und ab gings wieder nach Hause. Abends hatten wir dann
unser allmonatiges Au-Pair-Meeting. Dieses mal stand Zumba auf dem Programm.
War auch wieder sehr schön anzusehen. Die Südamerikanerinnen auf der einen, die
Deutschen auf der anderen Seite. Auf der einen Seite die Damen, die Rhythmus
wahrscheinlich schon mit der Muttermilch aufsaugen und auf der anderen Seite so
Koordinationslegastheniker wie meine Wenigkeit. Da wir auch noch vor einem
Spiegel rumhüpfen durften, bekam man sofort vor Augen geführt, wie unglaublich
unbegabt man doch ist. War dafür aber auch umso lustiger.
Wie jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag gings auch dieses
Mal am Dienstag ins Gym. Als Lea und ich dann da unsere Übungen gemacht haben,
kam erstmal so eine Frau zu uns an und fragte uns, ob wir Fußball spielen
würden. Ich hab dann gesagt, dass ich in Deutschland gespielt habe. Dann
erzählte sie uns erstmal einen davon, dass ihre Tochter in Russland bei
irgendnem Verein spielt, der gerade in der CL gegen Potsdam rausgeflogen ist.
Jetzt sucht sie im Moment Mädels, die in einer Sommer-Liga mitspielen wollen.
Das ich nicht sofort vor Lachen auf dem Boden lag war auch alles. Unser
Letter-Kreisklasse A (weil, wir waren ja immer die höchstspielende Mannschaft
und so :-D)-Niveau hätte auch gaaaanz sicher gereicht, um bei denen
mitzuspielen :-D. Leider bin ich aber nur noch bis Ende Juni da und so musste
ich der Dame, die sichtlich enttäuscht war, dass wir keine Zeit hatten,
absagen. Abends sind Lea und ich dann nach einem Shopping beim Kaffeehändler
unseres Vertrauens (haben uns so einen schönen Thermo-Becher gekauft) auf den
Eagle Rock gefahren und haben die Staffeln von „Türkisch für Anfänger“ geguckt.
Der Samstag ging dann ähnlich weiter und die typischen Aktivitäten der vor
Langeweile fast eingehenden Au Pairs kamen wieder zum Vorschein. Es wurde mit
237 Menschen geskyped, Suppe und Pudding gekocht. Passende Hintergrundmusik
lieferte der Gartenmensch, der unsere Holzterasse im Moment auf Vordermann
bringt und diese am Abschleifen ist (seit 2 Wochen höre ich nun den gaaaanzen
Tag dieses Geräusch – ich glaube ich bin für mein Leben geschädigt!).
Donnerstag haben Ari, Elana und ich dann mit meinem
Nachfolger Au Pair geskyped. Die Mädels waren total aufgedreht und haben
wirklich NUR geschnabbelt. Aber ansonsten war das Skypen echt nett und die
Mädels fanden meine Nachfolgerin sympathisch, was schließlich die Hauptsache
ist. Gekocht hatte ich dieses Mal ein neues Rezept. Meiner Meinung nach sah es
eher aus wie Matsche und schmeckte jetzt auch nicht sooo bombe, die Mädels
fandens aber super.
Freitag war wieder so ein „Nina legt den Schalter gerne um
und kann sich nicht entscheiden was sie will-Tag“. Erstmal waren wir im Gym und
Lea und Theresa hatten vor abends nach New York ins Vapiano zu fahren. Zunächst
hatte ich auch Lust mitzufahren. Zuhause angekommen, war die Lust aber wieder
weg und ich hatte mich schon seelisch auf einen Abend im Bett mit meinen besten
Freunden Lena und Cem von Türkisch für Anfänger eingestellt. Ja irgendwann
hatte ich aber dann doch wieder Lust und dachte mir so: Mhm joa, vllt ist
Jessica ja passend wieder da und ich kann doch noch passend zur Bahn. So habe
ich mich dann vorsichtshalber mal umgezogen. Aber wie die amerikanische
Pünktlichkeit nun mal ist, kam die gute Frau nicht nach Hause. Meine Laune
wieder weg und ich freute mich schon auf mein Bett. Als sie dann aber doch nach
Hause kam, sagte sie mir dann, dass ich off wäre und machen könnte was ich
wollte. Gut, dass sie auch in die Richtung von der Bahn musste, so hat sie mich
dann mitgenommen und ich konnte dann doch mit Lea und Theresa nach New York
fahren. Dort haben wir uns mit einem Freund von Theresa aus Dresden getroffen
(der auch keinen sächsischen Akzent hatte – also ich frag mich, wo die ganzen Menschen
wohnen, die so sprechen :-D). Im Vapi hatte ich dann auch wieder ne
Bomben-Laune und habe die ganze Zeit nur geschnackt (kommt ja sonst nicht sooo
häufig vor ;-) ). An der Bar hat uns unser (bzw. nein, mein) Lieblingsbarkeeper
(Lea und Theresa haben ja nen andern ;-) ) wieder einen ausgetan. Hach, das
schmeckt ja schon wieder ganz gut das Zeug. Als ich mir dann noch was holen
wollte, hab ich mich mit einem Australier unterhalten, der (wie irgendwie fast
jeder) natürlich auch schonmal in Deutschland war. Er war dann im Winter da und
hat erzählt, dass er auf nem Weihnachtsmarkt war. Glühwein fand auch er super
und ich habe nur gedacht: Jahaaa, im Winter wird jeder einzelne Weihnachtsmarkt
in NRW besucht, damit ich auch wieder schööön viel Glühwein trinken kann –
natürlich nur zum aufwärmen versteht sich.
Oh man, jetzt hätte ich aber fast vergessen euch DIE Story
zu erzählen. Als wir nämlich noch auf den Bus gewartet haben kam Lea an und
sagte: „Wisst ihr was?!?! Ole ist nicht mehr da!!!“ Zunächst dachte ich ja
„Hach gut, auch mal mitbekommen, dass der Pfeiffer schon weg ist. Der ist aber
schon im Januar mit allen anderen gefahren.“. Aber sie meinte nicht den Herrn
P. aus 302, sondern irgendsonnen Fuzzi aus der Serie Berlin Tag und Nacht. Was
sie an dieser äußerst Sendung jetzt aber gerade so klasse findet bleibt mir und
Theresa glaube ich für immer ein Rätsel. Der Running-Gag des Abends war dann
aber: „Oh Gott, wie soll ich es eigentlich noch aushalten im Leben, jetzt, wo
Ole nicht mehr da ist!“ :-D Ja, Theresa und ich hatten unseren Spaß damit – Lea
jetzt irgendwie nicht so – keine Ahnung warum^^
Samstag habe ich dann erstmal Frühjahrs-Ausmistung gemacht.
Die Klamotten, die ich eh nicht mehr mit nach Hause nehme sind schonmal in den
Nebenschrank gewandert, sämtliche unnütze Uni-Zettel wurden weggeschmissen und
überall einmal langeputzt. Wie schön das Zimmer jetzt aussieht – unglaublich.
Gegen halb 4 wurde ich dann von Jany abgeholt und wir haben uns auf den Weg zur
Mall gemacht. Dort sind wir dann ein bisl durch die Läden geschlendert, sind
dann am Ende beim Chinesen essen gewesen und haben uns mal wieder richtig schön
unterhalten J
Abends hat sie mich bei Lea rausgelassen. Wir beide haben uns das Finale von
DSDS angeguckt und sehr amüsante Fotos gemacht. Auch mit Lea’s Gastkindern gabs
dann so manche lustige Fotos.
Der letzte Tag der Woche wurde dann auch wieder mit ein
bisschen Shopping verbracht, weil ich einfach noch Schuhe brauchte. Ich habe
wirklich nicht viele, die man noch gebrauchen kann (nur 2 Paar Ballerinas, ein
Paar flache Chucks und ein Paar hohe Chucks – das ist ja nun wirklich nicht
viel, da ist es ja wohl verständlich, dass ich noch was kaufen musste :-D). So
gabs dann für mich ein schönes Paar Keds. Abends habe ich dann wieder ein bisl
bei Lea im Zimmer rumgechillt, während sie mit einer Freundin in Neuseeland
geskyped hat. Bei Lea sind nämlich von 6 Mädels 3 im Ausland (Neuseeland,
Australien und USA), da ist es dann nicht sooo einfach, sich mal auf nen
Skype-Date zu treffen.
Heute war dann der erste Montag, wo ich nur die Wäsche
waschen musste, ohne zur Uni zu gehen. Man, was habe ich jetzt wieder ein noch
gechillteres Leben als vorher. Weiß gar nicht, was ich mit meiner ganzen freien
Zeit alles anfangen soll :-D
Alles Liebe,
Nina
P.S.: Ole ist übrigens doch wieder da, das Leben kann weitergehen :-D


