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Montag, 26. März 2012

Lektion 2837: Wie man lässig ein New Yorker Taxi anhält








Wie ich im letzten Bericht ja gesagt hatte, kam mein lieber Herr Dr. Spellman nicht zum Unterricht am Montag. Am Mittwoch dann wieder das selbe Spiel. Wir saßen brav in der Klasse und warten und warten und warten (das hatten wir ja schon). Diesmal kam dann aber doch nach 20 Minuten jemand. Die Frau stellte sich als Professor Williams vor und nach einem ellenlangen Vortrag wo sie denn schon alles was gelehrt hätte, sagte sie uns dann auch mal, dass sie die Vertretung von Spellman ist, der wohl krank sei und sie selbst auch nicht weiß, wie lange sie jetzt uns unterrichtet. Sie fing dann auch gleich an und zum ersten Mal in dem Semester brauchten wir unser Buch (mal kurz dabei gesagt, ich habe für das scheiß Buch 120 $ bezahlt!!!). Na ja, irgendwie hat sie aber mehr über Kultur als über Kunst geredet und ich habe auch das Gefühl, dass wir jetzt auf einmal wirklich anfangen müssen was zu machen :-D Na ja, mal gucken wie sich das jetzt so weiterentwickelt und ob mein lieber Dr. Spellman nicht doch wiederkommt. Witzig war auf jeden Fall, wie Prof. Williams jeden einzelnen dann nach Namen gefragt hat. „Und wer bist du?“ „Adam!“ „Hallo Adam!“ „Wie ist dein Name?“ „Louie!“ „Hallo Louie!“ – so ging das dann die ganze Zeit weiter :-D Ich konnte nicht mehr, weil ich mich an die Szene aus „Findet Nemo!“ erinnert habe, wo die Haie sich auch so begrüßen (weiß jetzt nicht, ob ihr wisst was ich meine, aber ich fands lustig^^)
Abends hatten wir sonst halt wieder unsere üblichen Autofahr-Runden. Einen Abend hatte Lea Orangen mit. Man was hatte ich meinen Spaß damit. Habe Theresa gefüttert und sie Autofahrern angeboten, die neben uns an der roten Ampel standen, wir hatten schon ziemlich Spaß mit so einer simplen Sache :-D
Donnerstag und Freitag hatten die Mädels dann früher Schule aus („Early Dismissal“). Das heißt die kommen statt 14:00 Uhr und 15:00 Uhr  schon um 12:40 Uhr und 13:40 aus der Schule. Die Aktivitäten waren auch nicht an dem Tag und ich hatte vorher gedacht, dass das eh schief geht und die beiden sich nach spätestens 2 Stunden anzicken. Im Endeffekt wars aber richtig cool. Der Tag war wunderschön sonnig, wir sind zusammen spazieren gegangen, haben draußen auf dem Deck gesessen und Spiele gespielt und nachher noch bisschen gelesen. Hat richtig Spaß gemacht. Kochen musste ich auch am Donnerstag. Bin dann morgens einkaufen gewesen und habe erstmal Brokkoli für 15 $ gekauft. Vollkommen übertrieben, aber ich soll halt immer in dem einen bestimmten Laden einkaufen und da wars dann etwas teurer. Total übertrieben einfach nur. Freitag war dann der Tag auf den die Mädels schon ewig gewartet hatten. Da kam nämlich „The Hunger Games“ (bei euch heißt der glaub ich „Die Tribute von Panem“) in die Kinos und das ist hier voll das bekannte und erfolgreiche Jugendbuch gewesen. So gings für die schon um 18:00 Uhr ins Kino und ich hatte frei. Bin dann zu Theresa gefahren, die auf ihre Kinder aufpassen musste und wir haben mit denen zusammen „Cap und Capper“ geguckt. Oh wie habe ich das früher geliebt :-D Theresa’s Kinder haben im Moment die „Waruhuuum“-Phase. Ohne scheiß es ist echt unglaublich wie oft man hintereinander „Waruhuuum“ (oder in ihrem Fall „Why?“) fragen kann. Da bin ich dann schon froh, dass meine Mädels schon so alt sind^^
Samstag gings dann in die Mall, um meine Ohrstöpsel umzutauschen. Die hatten sich nämlich letztens mal gedacht einfach mal kaputt zu gehen. Da kam gar nicht mehr raus, kein einziger Ton. Da haben Lea und ich uns auch noch die „Monster-Beat-Kopfhörer“ gegönnt, die einfach einen sooo geilen Sound auf den Ohren machen J In dieser Mall gibt’s auch so ein Kinder-Karussell. Das fand ich soooo klasse, da habe ich dann die andern beidne überredet, dass wir da auch reingehen. Das war vielleicht cool :-D Son bisschen hab ich mich wie früher in dem Karussell auf der Kirmes gefühlt, als man stolz wie sonst was im Bus ganz vorne saß, gehupt hat und der Mama gewunken hat, die daneben stand und jedes Mal wieder gewunken hat, wenn man vorbeigefahren ist J. Abends bin ich dann auch in „The Hunger Games“ gegangen. Das Buch hatte ich die Woche vorher durchgelesen, weil Ari und Elana mich so neugierig gemacht hatten, weil sie nur noch von diesem Film erzählt hatten. Hat sich sogar als unglaublich hilfreich erwiesen, weil wir glaube ich sonst nicht soooo viel gerafft hätten von dem Film :-D So konnte ich dann aber immer schön erklären, warum jetzt wer was macht und so weiter. Aber total die Verarsche, da machen die mega die Werbung, dass Liam Hemsworth in dem Film mitspielt und dann sieht man den vielleicht 7 Szenen in denen er 5 Sätze spricht :-D Den andern Kerl konnte man sich nämlich nicht so gut an gucken wie den guten Liam ;-) Aber wir habens überlebt. Der Kinoabend war aber auch so ganz lustig. Mein Sitznachbar und ich haben uns jeweils glaube ich 5 mal ausversehen auf die Füße getreten und auch sonst haben Lea und ich an den unmöglichsten Stellen gelacht, weil die Szenen perfekt zu ein paar Insidern gepasst haben :-D Na ja ok und vor dem Film habe ich mich auch noch 3 mal fast auf die Schnauze gelegt, weil ich wieder über irgendwas gestolpert bin. Man kann schon sagen, dass meine tollpatschige Seite hier sehr ausgeprägt ist,  aber... na ja ok es gibt wohl doch kein aber :-P
Sonntag gings dann nach New York, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Sind dann schön bis nach SoHo runtergelaufen und zwischendurch dann in die Läden gesprungen. War ein richtig schöner Tag. Genial war, als wir gerade irgendwo gesessen haben und da ein Kerl lang ging, der dann auf einmal gepfiffen hat und daraufhin wirklich ein Taxi angehalten hat. Wie im Fernsehen bei Sex and the City :-D Ich dachte ja immer, das würde es wirklich nur im Fernsehen geben! Wie unglaublich fasziniert wir von dieser Aktion waren :-D Ein bisschen versucht haben wir es auch – na ja der Erfolg war jetzt eher nicht so da^^ Das war dann Lektion 2837 im aufregenden amerikanischen Leben, müssen aber wohl noch ein bisschen üben, bis wirs auch drauf haben ;-)

Ahhhh, nur noch 4 mal Schlafen, dann kann ich endlich meine Mama wieder in die Arme schließen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darauf freue! Es ist wirklich unglaublich wie schnell die Zeit jetzt vergangen ist. Ist schon wieder 3 Monate her, seitdem meine Freunde alle da waren! Und nur noch 3 Monate bis ich wieder da bin J Habe nämlich auch meinen Wunsch-Rückflug-Termin an Cultural Care geschickt J

Alles Liebe,
Nina

Montag, 19. März 2012

So viel Zeit ist nicht mehr




Sonnenbrille raus und genießen :-)


Und schon wieder eine Woche vorbei und uns ist mal aufgefallen, dass uns gar nicht mehr so viel Zeit bleibt, um alles zu machen, was wir noch vorhaben. Gestern haben wir dann erstmal einen Plan für die letzten 14 Wochenenden gemacht, die uns noch bleiben, bis ich dann fahre. Die andern beiden bleiben ja noch ein klein bisschen länger. Die Fahrten nach Yale und Princeton wurden festgelegt und auch der Gang zum Broadway Musical „Lion King“. Ich freue mich schon wirklich auf die letzten Wochen, aber so langsam habe ich auch genug. Es gefällt mir zwar immer noch gut hier, aber meiner Meinung nach bin ich jetzt schon lange genug hier und kann mal langsam nach Hause kommen. Aber nun gut, die letzten 3 Monate werde ich nun auch noch gut über die Bühne bringen und dann heißt es „I’m coming home!“ J
Die Woche ist so dahingeplätschert, dass eigentlich nicht wirklich viel Erwähnenswertes passiert ist. Der Wettergott hat uns mit sonnigen Tagen und Temperaturen bis zu 25°C verwöhnt, sodass es eine Freude war morgens aufzustehen, wenn schon die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer fielen. Na ja, okay, so rosig will ich es dann doch nicht malen, frühes Aufstehen bleibt auch mit Sonnenstrahlen scheiße, aber es hat es zumindest ein bisschen verschönert ;-) . Morgens wurde fleißig (wenn ich nicht Uni hatte, bzw. zwar Uni hatte, aber am Klassenraum ein schöner Zettel mit „Art 100 – Dr. Spellman – cancelled“ hang und ich sofort wieder nach Hause fahren konnte) ins Gym gegangen und Abends gabs den ein oder anderen Kaffee beim Kaffee-Dealer unseres Vertrauens. Samstag hatten wir eigentlich nen genialen Plan mit Lea’s Hostkind zur Mall zu fahren, jedoch wurde natürlich dieser Plan wieder durcheinander gewirbelt, da Lea mit ihrer Hostmum zu deren Ice Hockey-Spiel (ja die Mama spielt Ice Hockey) fahren musste, um noch Babysitter für das Kind einer Teamkameradin zu spielen. So sind Theresa und ich dann auch noch mitgefahren und wir haben uns nach 20 min mit Leas Hostkind und dem Kind der Teamkameradin nach draußen gesetzt (wie oben erwähnt à schönes Wetter draußen), da uns die Ice Hockey Halle definitiv zu kalt war. Richtig gearbeitet hat eigentlich nur Theresa, aber sie kennt sich ja mit der Belustigung von 3-jährigen bestens aus. Abends musste ich auch wieder arbeiten, was aber echt ganz cool war. Elana war noch bei nem Kindergeburtstag und so war ich mit Ari alleine. Wir haben uns richtig gut unterhalten und viel Spaß zusammen gehabt. Irgendwann habe ich dann Elana auch vom Kindergeburtstag abgeholt. Ich war früher da, als eigentlich Abholzeit war, weil Elana eigentlich kein Bock hatte auf den Geburtstag. Man hat mich die Mutter doof angeguckt, als ich schon ne Viertelstunde vor Abholzeit da stand. Ammis sind ja normalerweise chronisch zu spät. Na ja war mir dann aber auch egal. Sonntag bin ich dann morgens erstmal nach Eeeewigkeiten ne Runde Joggen gewesen. Das tat richtig gut. Danach bin ich dann zu Jany gelaufen und wir haben einen gaaaanz großen Spaziergang auf unserer Villen-Straße gemacht und haben uns vorgestellt, wie es wäre, später mal, in einem solchen Traumhaus zu wohnen. Nach diesem langen Spaziergang klang der Abend mit Lea und Theresa auf dem Eagle Rock mit einer schönen Sicht auf New York aus und schon war die Woche auch wieder um.
Heute morgen bin ich dann natürlich wieder zur Uni gefahren. Da saßen wir dann auch alle schön in Reih und Glied und warteten. Und warteten. Und warteten. Jedoch kam unser Herr Dr. Spellman nicht. Nach 30 Minuten war uns das Warten dann aber auch zu doof und wir sind nach Hause gefahren. Ob der jetzt noch gekommen ist oder nicht, war mir dann auch egal.
So konnte ich dann ein wenig das schöne Wetter auf unserem Deck genießen. Hach, was freue ich mich, dass der Frühling jetzt da ist. Einfach die schönste Jahreszeit, wenn jetzt die ganzen Osterglocken (da stehen die hier total drauf) aus dem Boden sprießen und die ersten Bäume ihre Blätter bekommen.

Alles Liebe,
Nina

Montag, 12. März 2012

VIP-Feeling









der missglückte Versuch ein schönes Foto zu machen - Lachkrämpfe sind doof! :-D





einmal bitte "schön" gucken :-)

eine Karte hat übrigens schlappe 375 $ gekostet :-D

Theresa's Einpark-Hilfe



lecker Sushi :-)

mein Freund, der Kameramann



bei der Nationalhymmne

die coole Nummer 23

das war die Nummer 17 - der Held von allen


Die Woche fing ja schon super an dacht ich mir, jedoch wurde sie gegen Ende hin immer besser und besser. Fangen wir mal von vorne an.
Montagsmorgens saß ich wie immer brav in der Uni und habe vorher die Wäsche gewaschen, Betten bezogen, halt meine Montags-Pflichten erledigt. Außerdem habe ich noch Dinner für Abends vorbereitet, weil mein Kochtag schon auf den Montag gelegt wurde. War alles ein bisschen stressig, weil ich warten musste, bis unsere Putzfrau (die nette Dame die mein Zimmer immer grandios ausschauen lässt J) in der Küche fertig war, was ein bisschen länger gedauert hat als sonst. So musste ich mich dann beim Schnibbeln für die Paella ein bisschen beeilen, dabei habe ich dann noch geskyped und natürlich habe ich mir dabei sofort mal in den Finger geschnitten. Aber macht euch keine Sorgen, es war zwar unglaublich schmerzhaft, aber ich konnte mich schnell nach oben schleppen und ein Pflaster, auf die wirklich riesige Wunder kleben :-D
Nun gut, Ari von der Schule abgeholt, war auch noch alles gut. Als ich dann aber mit Elana wiederkam, war das Drama groß. Ari hatte einen Zettel verloren, wo Bilder drauf waren, die sie für ein Projekt unbedingt brauchte und konnte den einfach nicht finden. Im Internet hatte sie auch nichts ähnlich aussehendes gefunden, sodass sie komplett fertig vorm Schreibtisch saß und niemanden außer ihrem Papa sehen und sprechen wollte. Ich habe dann versucht gut auf sie zuzureden, dass ich ihr ja auch helfen könnte beim suchen, aber sie wollte partou nicht auf mich hören. Nun gut, ich dann meinen Dickkopf durchgesetzt, ihren Laptop genommen und einfach mal beim deutschen Google ne etwas präzisere Suche eingegeben und siehe da: Technik-Wunderkind Nina (ja ich lobe mich gerne selber) findet natürlich die passenden Bilder, die das Hostkind braucht. Da war die Welt auch wieder in Ordnung und alles ging in gewohnten Bahnen weiter. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Abends wartete nämlich schon das nächste Ereignis auf mich. Wie immer wurden die Kinder in die Dusche gesteckt, doch iwann rief Ari mich dann, ob ich mal nach oben kommen könnte. Die Dusche ging nämlich nicht mehr aus und ich sollte die doch mal wieder heile machen. Ja, den Witz fand ich auch gut, da ich ja so ein unglaubliches handwerkliches Talent habe (hätte Papa mir mal neben seinen Haaren auch das vererbt), hat es natürlich nicht geklappt, wobei ich gut gespielt habe, als hätte ich Ahnung, indem ich mir aus Scotts Werkzeugkasten nen Schraubenschlüssel (wenn das Teil so heißt) geholt habe und dann nen bisschen dort gedreht habe. Gebracht hat es natürlich nichts und so musste Scott früher nach Hause kommen. Doch auch er hat es nicht wieder aus bekommen (das Wasser lief da übrigens schon knapp 1 ½ Stunden und meine Kinder sagten ihrem Papa noch: „Ach du ne, da läuft nicht sooo viel raus!“ – ist klar, ein 10 Liter Eimer wäre in einer Minute spätestens vollgewesen :-D) und so musste ein Mensch von einer Firma zum Reparieren kommen. Der Montag hatte mir eigentlich schon an Aufregung gereicht :-D Von da an wurde es auch ruhiger.
Der Dienstag war dann der Tag auf den Lea und Theresa die ganze Zeit gewartet haben. Nina geht mit zum Zumba :-D Ich habe mich ja die ganze Zeit dagegen gesträubt, aber dann habe ich mich doch breitschlagen lassen und bin mitgegangen. Da mein koordinatives Talent eher so gar nicht vorhanden ist kam ich mir auch ein bisschen doof vor, aber es war okay. Muss es jetzt auch nicht immer machen, aber ab und an werde ich jetzt vllt mal mitgehen.
Dienstagabend war dann Lea’s großer Tag gekommen. Ihre Schwester und deren Freund kamen endlich aus Deutschland zu Besuch und Theresa und ich warteten mit Lea dann beim YMCA auf den Bus aus New York. Jedoch hat der Check-Out am Flughafen von Sara und Karsten etwas länger gedauert, sodass wir fast 2 Stunden aufm Parkplatz im Auto saßen und gewartet haben. Mit dem Dreh von lustigen Videos und dem üblichen „Lustige-Geschichten-von-Zuhause“-Erzählens ging aber auch diese Zeit ziemlich schnell um. Als die beiden dann endlich ankamen sind wir noch fix auf den Eagle Rock gefahren, um die Aussicht auf New York zu genießen und dann gings auch schon ab ins Bettchen.
Donnerstag und Freitag wollte ich eigentlich fleißig ins Gym gehen, jedoch hat mir Ari da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Theresa und ich waren sogar Donnerstag schon am Gym und wollten gerade, nachdem wir unglaublich gut Rückwärts eingeparkt haben (als Übung für Sonntag) unser Parkgeld in das Parkometer stecken, da ruft Scott mich an, ob ich Ari mal schnell aus der Schule abholen könnte. Ich dann Ari abgeholt, natürlich in Gym-Klamotten und wurde dafür erstmal extremst doof angeguckt von den Leuten in der Schule, sie aufs Sofa gelegt und Tee gekocht. Freitag ist sie dann auch noch Zuhause geblieben und wir haben uns zusammen nen Film angeguckt und bisschen gequatscht. Da meine Arbeit an dem Tag ja so unglaublich anstrengend war (hach ja, auf dem Sofa sitzen TV schauen, Lesen und Skypen), hat Jessica mir schon früher frei gegeben und so bin ich mit Lea, Sara und Karten zum TGI Fridays gefahren zum Essen. Ab dem Zeitpunkt habe ich mich dann gefühlt wie Zuhause. Meine Sympathien für einen gewissen Fußballspieler wurde zum Running-Gag und ich durfte mir einen Spruch nach dem anderen anhören. Das ganze hörte auch für das komplette Wochenende nicht mehr auf und zu wirklich ALLEM was ich gesagt, gemacht oder auch nur gedacht habe (zumindest kam es mir so vor :-D) kam dann ein Spruch. Man, was haben wir da die Sprüche von denen von Zuhause gefehlt. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass iwann ein Freddy, ein Dennis, ein Puma oder ein Dominik einen Spruch einwirft – war aber leider nicht so. Aber ich kann’s ja nicht oft genug sagen, es dauert ja nicht mehr lang J
Samstag gings dann nach einem wunderbaren Frühstück mit leckeren deutschen Aufbackbrötchen zum Lacrosse-Spiel. Die haben gegen die St. Lawerence School gespielt. So weit schön und gut, als dann aber die Fans angetanzt sind haben wir erstmal große augen gemacht :-D Die kamen da in Hemd (natürlich mit Stehkragen), Uni-Westen, Uni-Kappen, Lederschuhen und Stoffhose an. Einfach so richtige Klischee-Snobs :-D Die haben da auch erstmal schön rumgebrüllt, sodass die Uni-Polizei ein bisschen für Ruhe sorgen musste. War aber mal ganz lustig anzusehen, wie sehr die sich einfach nur gefühlt haben.
Danach ging es dann mit der ganzen Bande (Lea, Theresa, Sara und Karsten) ab nach New York. Zuerst haben wir uns den Highline-Park angeguckt, sind dann weiter nach SoHo in den coolen Converse-Laden und haben zum Schluss bei Vapiano gegessen und noch ein wenig rumgealbert. Auf dem Heimweg haben wir noch schnell am Times Square angehalten, damit Karsten auch Fotos mit Licht machen konnte, was ihm wirklich unglaublich wichtig war :-D
Das wars aber noch nicht von meinem grandiosen Wochenende. Am Sonntag wartete nämlich noch ein Eishockey-Spiel auf mich und Theresa. Sie hatte die Karten von einer Frau bekommen, mit der sie immer auf die Kinder bei ihrer Schule wartet. Doch das waren nicht normale Allerweltskarten, ne ne, wir hatten Karten für die erste Reihe, mit VIP-Parkplatz und kompletter Verpflegung vor, während und nach dem Spiel. Aber nun mal von vorne. Das Wetter ist seit ein paar Tagen richtig schön Frühlingshaft. Deswegen haben wir uns ein Käffchen geholt und sind erstmal in den Brookdale Park gefahren und haben dort die ersten Sonnenstrahlen genossen. Als dann Zeit war, gings los zum Eishockey-Stadion nach Newark, wo das NHL-Team der New Jersey Devils ihre Spielstätte hat. Wir waren erstmal wieder ganz zeitig da und fast die Ersten, sodass der Herr, der uns einweisen musste zu unserem Parkplatz (ganz ganz vorne) noch schön Zeit hatte uns auch in die Parklücke einzuwinken und unsere Sorge, dass das mit dem Rückwärtseinparken nichts wird, fast umsonst war. Danach gings auch sofort rein und als wir einen Mitarbeiter unsere Karten zeigten und fragten, wo wir denn hinmüssten sagten die nur: „Geht einfach zu Fire Lounge, da seid ihr richtig.“ Ja, Fire Lounge hört sich ja schonmal schön und gut an dachten wir uns. Als wir dann drin waren, kriegten wir unseren Mund erstmal nicht zu. Was da alles aufgebaut war, war einfach unglaublich. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hingucken sollte. Wir konnten uns zwischen Pizza, Pommes, Burger, Hot Dog, Sushi, Nudeln, Salat, Fleisch, Fisch und einem riesigen Tisch voll von Nachtisch wie Brownies, Cookies, Cupcakes und Früchten entscheiden. Es war einfach der Hammer und es kam schon ein kleines VIP-Feeling auf. So saßen wir da in dieser Lounge erstmal die 2 Stunden vor dem Spiel und haben es uns gut gehen lassen. Kurz vor Anpfiff (heißt das so beim Eishockey?) gingen wir dann runter zu unseren Sitzplätzen. 1. Reihe, direkt am Eisfeld. Es war einfach riiiichtig geil! Das Spiel verlief für die Devils auch richtig gut und so haben sie 4:1 gewonnen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was das für einen Lärm gab, als die Tore gefallen sind. Beim ersten Tor war ich natürlich, wie soll es auch anders sein, für kleine Mädchen, sodass ich den Radau nicht hautnah miterlebt habe, aber es gab ja noch 3 weiter Tore. Wie die steil gegangen sind, richtig geil. Die haben auch irgendwie immer so einen Spruch gerufen. Ganz verstanden haben wir den nicht, deswegen haben wir einfach „Schalalalalalaaaa“ gesungen – hat auch fast gepasst :-P Mich hats auch eigentlich noch mehr gefreut, dass sie gewonnen haben, weil hinter uns eine saß, die für die Gegner, die Philadelphia Flyers, war und einfach NUR geschrien hat und das in einem Organ, wofür ich noch nicht mal irgendwas Vergleichbares kenne. Am liebsten hätte ich meine Cola zwischendurch mal ausversehen nach hinten auf die drauf gekippt. War ja eh umsonst, hätten uns ja auch was Neues holen können ;-) Aber wir dachten uns dann, dass die Flyers ja eh schon verloren haben, da wollten wir ihr nicht noch mehr Ärger machen ;-)
Wie ihr seht, war diese Woche so ereignisreich, wie fast keine Zweite und jetzt, wo so langsam der Frühling kommt und bald meine Mama mit meinem Bruder da ist, ist alles wirklich schön!

Alles Liebe,
Nina

Montag, 5. März 2012

Die Rückkehr der Lernzettel

Nach gefühlt zwei Millionen Jahren ohne jegliches Lernen oder sonstigem Befassen mit schulischem Stoff, habe ich letzte Woche dann doch mal wieder ein bisschen was gemacht. Mittwoch stand nämlich das erste Exam an. So habe ich mir wieder schöne Lernzettel geschrieben, wo ich den Stoff aus dem Unterricht zusammengefasst habe. Richtig viele Seiten hatte ich jetzt im Endeffekt nicht und beim durchstöbern meiner Mitschriften viel auch auf, dass wir ungefähr jede zweite Stunde, das selbe besprochen haben und alles 5 Mal aufgeschrieben war. Das Exam an sich war jetzt auch nicht sooo schwer (es gab Multiple Choice-Fragen, Wahr-/Falsch-Fragen, Lückenfragen (wo halt was gefehlt hat und man das passende Wort dann einsetzen musste) und am Ende wurden uns noch 3 Bilder gezeigt die wir beschreiben mussten. Das war also alles machbar. Mittwoch kriegen wir dann die Ergebnisse, ich bin mal gespannt^^
Sonst ist auch nicht wirklich viel passiert die Woche.
Samstag waren wir wieder mal in der Mall, diesmal, weil meine Uhr die ganze Zeit ein falsches Datum angezeigt hat. Da ich ja technisch nicht sooooo begabt bin, mussten wir halt wieder dahin fahren, damit die mir das fertig machen. Wo wir aber schonmal da waren, habe ich mir noch 2 Paar Schuhe gekauft (also das war schon geplant und die brauchte ich auch unbedingt! :-P). Einmal so schöne rote flache Chucks und dann neue Sportschuhe, in die ich mich einfach total verliebt habe J
Abends musste ich dann auf die Mädels aufpassen, was auch wie immer eine sehr entspannte Angelegenheit war.
Den Sonntag haben wir dann schön gechillt verbracht, sind ein bisschen rumgefahren und haben Kaffee getrunken.
Schön sportlich war ich auch die Woche. 3 Mal gings ins Gym und diesmal waren wir in dem einen Raum, wo eigentlich nur die Männer drin sind, die soooo schön sind, dass sie immer nur vorm Spiegel stehen, um die Gewichte zu heben, damit sie schon fast dabei zugucken können, wie die Muskeln stetig wachsen (ich hoffe ihr hört die Ironie!). In diesem Raum gibt’s aber auch so Geräte für die verschiedensten Muskelgruppen, die wir mal ausprobiert haben und die auch wirklich Spaß machen. Nach dem dritten Tag habe ich aber einen so krassen Muskelkater und spüre manche Muskeln, von denen ich noch nicht mal wusste, dass sie existieren, da muss heute mal ne Pause gemacht werde. War eh bisl stressig heut morgen, weil ich erst mit dem Hund musste, dann Fleisch fürs Abendessen vorbereitet habe, dann in der Uni war, dann die restlichen Zutaten fürs Essen gekauft habe, zuhause dann Wäsche zu Ende gewaschen und Betten neu bezogen habe und dann das Essen fertig gekocht habe. Wie ihr seht, mache ich doch manchmal was und chille nicht nur rum ;-)

Alles Liebe,
Nina