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Sonntag, 17. Juni 2012

EM-Held: Michael Ballack






eleganter Start ...

... danach: Bruchlandung - wie soll es auch anders sein 





We <3 Justin :-D





Oh, was bin ich doch froh, dass Deutschland heute als Gruppenerster weitergekommen ist. Sollten sie nämlich am Freitag auch noch gegen die Griechen gewinnen, kann ich das Halbfinale in Deutschland gucken – oh wie schön das doch wäre! Trotzdem ist mein Held der EM bis jetzt noch kein Schweinsteiger, Badstuber, Hummels oder Gomez, neeein, mein Held ist Michael Ballack. Wie herrlich er als Experte von ESPN hier in Amerika immer versucht sich verständig zu machen und mit seinem putzigen Akzent uns immer zum Lachen bringt. Das ist schon was Feines muss ich sagen. Wobei ich auch sagen muss, dass ich während des Spiels einen guten deutschen Kommentator wie Belá Rethy vermisse. Die sprechen wenigstens die Namen richtig aus, wobei es besser wird – Schweinsteiger hieß heute sogar schon Schweinztaiga und nicht mehr Swoinztaiga. Bis zum Finale können sie bestimmt den ganzen Namen richtig aussprechen. Aber nun gut, das Spiel war jetzt auch schon am Ende der Woche, fangen wir also mal mit dem Montag mal an. Montag gab es im Hause Frank nämlich eine Modenschau. Eigentlich wollten wir ja zum Pool, aber da den Mädels, als sie rausgegangen sind aufgefallen ist, dass ihnen doch zu kalt ist, sind wir da geblieben und die beiden haben eine Modenschau gemacht, zu verschiedenen Themen, wie Strand, Business und Regentag. War wirklich lustig und so ging die Zeit super schnell um. Mittwoch bin ich mit den beiden dann Tennis spielen gegangen, was auch Spaß gemacht hat. Am Tennisplatz bin ich wenigstens auch nicht in Versuchung gekommen ins Internet zu gehen, weil das war ab 14:45 Uhr tabu für uns. Wir wollten das Spiel nämlich abends bei Lea gucken, da ihr Hostdad das aufgenommen hat. Da wollten wir dann ohne Vorwissen reingehen, damit das Spiel auch noch schön spannend ist. Wir hatten super viel Spaß mit Lea’s Hostdad, der auch Deutsch spricht.
Donnerstags war ich dann endlich mal mit den Mädels am Pool. War zwar schön sonnig, aber das Wasser war einfach meeeeeega kalt. Unglaublich! Na ja, nach ein paar Bahnen bin ich auch fix wieder aus dem Wasser raus, auf die Liege.
Am Freitag hatte ich dann meinen letzten Tag im Gym. Hab mich brav von meinen Freunden dort verabschiedet und vorher noch mit einem Brasilianer über die deutsche und holländische Nationalmannschaft diskutiert. Im Endeffekt konnte ich dann meinen Dickkopf durchsetzten und er gab auch zu, dass er die Deutschen schon besser findet, als die Holländer. Am Donnerstag hatte dieser Brasilianer (der übrigens auch Frederik hieß, alle meine Gym-Freunde hießen irgendwie Frederik oder Fred) uns dann seine geographischen Kenntnisse demonstriert. Auf die Frage, wo genau wir denn in Deutschland wohnen würden, sagten Lea und ich halt „Im Westen.“ Von ihm kam dann nur: „Achso, also das bei Polen?“ Jaaaa, fast, nur das andere Westen :-D Das war schon sehr amüsant^^
Abends musste ich dann auf die Mädels aufpassen und wir mussten zu so einem komischen Film über Ernährung gehen, weil meine Gastmama dachte, dass wäre wohl interessant – na ja, falsch gedacht, es war einfach nur unglaublich langweilig :-D Ari ist mit ihren Freundinnen schon nach 5 Minuten rausgegangen und ich habe nach 10 Minuten auch nur noch geschlafen. Als wir dann nach Hause gekommen sind haben wir dann gaaaaaanz viele Glühwürmchen gesehen, die mich total begeistert haben. In Deutschland hab ich die glaube ich noch nie gesehen oder kann mich jetzt einer von euch eines Besseren belehren?
Samstagmorgen gings mit Lea und Theresa in die Mall, ein paar letzte Einkäufe erledigen. Zum Lunch gings dann auch zum ersten mal in die berühmte „Cheesecake Factory“. Meine Cousine hat mir schon seitdem ich hier bin erzählt, wie unglaublich gut es da sein und ich da unbedingt hingehen müsste. Nun gut, ehrlich gesagt, fand ichs da jetzt nicht so prickelnd. Unser Cheesecake, den wir am Ende hatten war echt nicht lecker! Mama, dein Käsekuchen ist 100000 mal besser, als das, was wir da bekommen haben! Abends haben wir dann unsere Motto-Party gestartet, die einfach nur unglaublich lustig war. Wir hatten ja mal vor Eeewigkeiten in einem Party-Laden so Justin Bieber-Sachen gefunden und so aus Spaß gesagt: jaaa lass mal ne Justin Bieber - Party machen. Gesagt getan. Da die Sachen jetzt auch nicht so teuer waren, hatten wir uns Servierten, Becher und Teller mit Justin Bieber drauf geholt und als i-Tüpfelchen obendrauf auch noch Helium-Ballons und Partyhütchen. Ich weiß, es ist total bescheuert, aber es ist nun mal Amerika, was ist hier schon noch normal ;-) Nun gut, irgendwann sind wir dann auch mal schlafen gegangen, nachdem alle JB-Artikel auch benutzt worden waren (ich wieder auf dem Boden – da schlafe ich neuerdings am liebsten, aber bei Theresa war sonst nirgends Platz :-D). Am nächsten Morgen jedoch, als ich gerade Duschen gehen wollte, war ich schon verwundert, Lea und Theresa nicht in ihrem Bett zu finden :-D Die beiden befanden sich nämlich draußen – auch auf dem Boden – vor der Tür. Waren beide schon wach und wollten mich nicht wecken :-D So haben wir im Endeffekt doch alle auf dem Boden geschlafen. Nachdem wir eine Freundin von Theresa vom Bus abgeholt haben, ging unser EM-Studio (wie gesagt, natürlich mit einem EM-Helden Michi Ballack) auch schon los und das Spiel wurde geguckt.
Nach einem schönen Spaziergang im Brookdale-Park (natürlich noch mit Deutschland-Trikot und Hawai-Kette) ging der Tag auch zu Ende und wieder sitze ich in meinem Bett und kann nicht glauben, dass morgen meine letzte Woche anfängt!

Alles Liebe,
Nina

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