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Sonntag, 16. Oktober 2011

Eine Runde Mitleid bitte


Basketball-Game








Flatiron Building




voll schöne kleine Vorgärten irgendwie :-)















Endlich hab ich sie gefunden :-D







Ich und das Blumen-Arrangement :-D


:-)

Bruderherz <3


die Ampelmännchen dieser Welt









Von dieser Woche gibt es im Grunde nicht viel zu erzählen. Kindchen war nämlich ein wenig krank seit Dienstag. Es fing an mit blöden Kopfschmerzen, denen dann Schnupfen und Halsschmerzen folgten. Also lag ich die meiste Zeit in meinem großen Queen-Size Bett und habe mich ausgeruht. Die meiste Zeit lief dann irgendein Film nebenbei (auf Youtube sind diese ganzen Teenie-Mädchen-Filme wie „Freche Mädchen“ oder „High School Musical“ in einzelnen Teilen hochgeladen, die wurden erstmal alle geguckt) und bei Facebook oder via mit den Menschen aus der Heimat kommuniziert. Damit die doofe Erkältung schnell wieder weggeht habe ich auch immer fleißig Tee getrunken. Hat sogar ein wenig geholfen, heute geht’s mir eig schon wieder recht gut. Morgen wird nochmal bisschen geschont und ab Dienstag geht’s dann wieder ins Gym, da ich nur 2 mal letzte Woche war. Am Freitag war ich mit meinen Hostkids und Scott (ihrem Papa) im Kino. Dort haben wir „Dolphin Tale“ (auf deutsch: „Mein Freund, der Delfin“) geguckt. Oh Gott, habe ich wieder Tränen gelassen bei dem Film :-D. Das war aber auch einfach ergreifend und emotional und bei sowas fang ich halt immer an zu heulen. In der Mitte des Films, wo es dann ein bisschen dramatischer wurde (ok halt dramatisch für einen Film für Kinder), ging aber auf einmal der Film aus und alles war dunkel. Hat erstmal 10 Minuten gedauert, bist die das wieder ans Laufen bekommen haben. Ich dachte ja schön, dass wir jetzt irgendwie was umsonst kriegen, so Freikarten als Entschädigung oder so vielleicht. Na ja, war leider nicht so. Nach dem Film bin ich auch sofort Schlafen gegangen. Ich bin hier ja eh immer super früh müde. Zuhause ist man an einem Freitag um halb 11 gerade mal losgegangen oder so und hier bin ich zu müde und geh ins Bett – verstehe einer die Welt.  
Samstagmittag haben wir uns dann zum Basketball-Spiel getroffen. Also ich hab jetzt nicht gespielt, weil ich lieber mit der Erkältung nicht rumrennen wollte und so, ich hab dann den Movie-Maker gespielt und schön gefilmt. Die anderen waren aber wirklich sehr talentiert und motiviert :-D. Nach dem Spiel sind Jany und ich noch zu iHop gefahren und haben uns einen schönen Salat gegessen, der mal wieder wirklich lecker war. Zuhause konnte ich dann noch ein bisschen von dem Stammtisch meiner Mädels mitbekommen und habe über 1 ½  Stunden mit ihnen geskyped (so wusste man natürlich wieder über die neusten und amüsantesten Ereignisse der nahen Vergangenheit bescheid und konnte sich köstlichst darüber amüsieren :-D). Abends sind meine Gasteltern ausgegangen und ich habe mit den Mädels auf dem Sofa gesessen und gechillt. Da ich ja so ein liebes Au Pair bin hab ich sie noch 10 min länger aufgelassen, als eig von den Eltern vorgegeben, aber so konnten sie ihre tolle Show noch zuende gucken (nach dem Jahr bin ich voll der Profi in Sachen „iCarly“, „The Wizards of Waverly Place“ oder „Victorious“).
Heute morgen gings dann wieder früh nach New York. Mit nem Apfel als Frühstück in der Hand hab ich mich dann mal zur Bushaltestelle gemacht und wurde von den meisten wieder angeguckt wie ein Auto. Zu Fuß gehen und dann auch noch nen Apfel in der Hand, sowas gibt’s hier wirklich nicht häufig. In New York angekommen ging unsere Tour auch los. Am Flatiron Building vorbei gings zum Highline-Park. Dort wurden auf solchen alten Eisenbahnschienen hoch oben über New York ein Park angelegt, der wirklich schön ist (siehe Fotos). Weiter gings zum Café Vin et Fleurs, was mir Frau Schiffer empfohlen hatte (danke nochmal ;-) ). Dort ist es super schön, mit schönen Blumen-Arrangements und einer gemütlichen Atmosphäre. Mein Fruchtsorbet war einfach göttlich und auch Lea’s Chocolate-Cake den ich probiert habe war richtig lecker (und noch warm!). Danach ging unser Fußmarsch weiter zum World-Trade-Center Memorial. Leider hatten wir keine Karten für den Tag, deswegen sind wir nur in so einen kleinen Shop gegangen, wo man einige Überreste sehen konnte. Aber allein das war schon sehr ergreifend und bedrückend. Weiter ging es dann zur Brooklyn Bridge über die wir diesmal ein wenig drüber gegangen sind. Man sollte besser nicht nach unten gucken, wenn man über dieses Holzgestell geht, sonst bekommt man (wenn man leichte Höhenangst hat wie ich) schon ein mulmiges Gefühl. Aber es war richtig schön und man hatte einen grandiosen Blick auf Manhattan. Allein über die Brücke zu gehen war aber schon cool. Wie man sowas vor knapp 130 Jahren bauen konnte ist schon beeindruckend. Zu guter Letzt machten wir uns wieder auf den Weg zum Vapiano und genossen dort unsere leckere Pasta.
Meine Erkältung ist, dank dickem Schal, schöner Weste und gemütlichem Pulli auch wirklich besser geworden heute und ich hoffe mal morgen ist das alles so gut wie weg. Nächste Woche wird wieder ein bisschen mehr Sport gemacht!

Alles Liebe,
Nina

Sonntag, 9. Oktober 2011

Ich werde alt!









Extra für Papa :-)

hach ja... :-D

das passiert, wenn der Toaster nichts ausgeht und man das Toast vergisst - Gott sei Dank nicht mir passiert :-D (und es war echt SO schwarz! Unglaublich!)

Haare färben :-P


vorher
nachher :-)

Subway fahren :-)


der war auch eher Model an dem Tag, der liebe Herr Polizist

Wall-Street

Die älteste Grünanlage New Yorks







auf der Staten Island Ferry


Aaaa Freunde, da hinter mir seid ihr bald - Brooklyn


Brooklyn Bridge




schon gemütlich auf so Steinen ;-)


Macces in China-Town


Converse-Store in SoHo



unglaublich gutes Essen :-)



Was war ich letzte Woche entspannt, als ich den Blog geschrieben habe. Heute bin ich einfach nur müde und kaputt. Ich werde alt!
Aber nun mal von Anfang an. Meine Woche setzte sich zusammen aus Shoppen, mit dem Auto durch die Gegend fahren,  mit Elana zur Schule „laufen“, Haare färben und New York.
Der Mittwoch stand hier in Montclair unter dem Motto „Walk to School-Day“. Alle Schüler sollten den Bus nehmen, mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen. Ganz schlau wie Elana und ich sind (beide natürlich keinen Bock die mindestens 45 min zur Schule zu laufen), sind wir trotzdem mit dem Auto gefharen und haben es einfach 2 Straßen vor der Schule abgestellt und sind dann gelaufen. Wie unglaublich stolz die Amerikaner darauf sind EINMAL nicht die Umwelt zu verpesten und mal zu Laufen oder mit dem Rad zu fahren. Das ist wirklich lächerlich, in Deutschland fahren 95% der Schüler mit Bus oder Fahrrad zur Schule und hier machen die so ein Spektakel daraus. Die Kinder wurden mit Obst und Gemüse an der Schule empfangen und bekamen Sticker und Banner – vollkommen übertrieben. Das Schlimme ist ja, dass machen die jetzt einmal im Monat. Ich hoffe nicht, dass Elana irgendwann mal wirklich laufen will :-D Der Weg ist mir echt zu weit. Mitm Radl wärs ja ganz cool, aber ich glaub Rad fahren ist hier nicht so im Trend. Nach dem langen „Walk to School“ waren Jany, Lea und ich am in einem Ski-Geschäft, in dem es einen Ausverkauf gab. Winterjacken mussten her (was bei einer heutigen Temperatur von 28 °C wirklich unsinnig erscheint, aber hier wechselt das Wetter ja eh wie es Lust hat). Schnell wurden wir alle fündig und wir haben richtige Schnäppchen bekommen. Meine Winterjacke hat z. B. statt 350 $ „nur noch“ 125 $ gekostet. Die ist einfach sooo schön warm, da wünschte ich mir manchmal, dass der Winter schon da wäre, aber ich glaube der kommt schon noch früh genug. Danach waren wir noch ein einem Halloween-Shop und haben uns ein wenig über die unglaublich „tollen“ Kostüme amüsiert. Ich glaube dieses Fest ist nicht so ganz meins. Aber vielleicht ändert sich meine Meinung ja noch. Zumindest hängt jetzt auch vor meinem Haus ein süßes Gespenst (das ist wirklich süß und lacht) und meine Mädels haben ihre Halloween-Kostüme schon gekauft. Ich gehe einfach als Deutsche oder so. Oder als Werder-Bremen-Fan. Das hatten die hier bestimmt auch noch nicht J. Zur Stärkung waren wir dann im iHoop einen richtig guten Salat essen. Papa, dass wäre auch was für dich dort! Da gibt es nämlich Senioren-Rabatte schon ab 55+ J Na wie wärs?
Irgendwie waren bei mir auch total die Tollpatsch-Tage in dieser Woche. Ich war total verplant, will Sachen aus dem Auto holen, vergesse natürlich den Schlüssel. Will zum Tisch gehen, renne den Wagen mit dem Geschirr um. Frage wie es bei den Mädels in der Firma läuft, meine eigentlich die Familie. Es liegt bestimmt am Wetter. Das kann sich ja wie eben schon gesagt einfach nicht entscheiden.
Nun gut. Am Donnerstag fing dann unsere Haar-Färbungs-Aktion an. Jany wollte sich ihre Haare rötlich tönen und ich muss sagen, dass Lea und ich das vorzüglich hinbekommen haben. Nicht zu viel und nicht zu wenig rot, genau passend. In meinem früheren Leben war ich bestimmt Frisörin! Außerdem waren Lea und ich vorher Einkaufen, damit wir uns einen richtig schönen Koch-Abend machen konnten. So gabs Hühnersuppe, Salat mit Hähnchen und zum Schluss ein Non-Fat-Vanilla-Frozen-Yoghurt-Eis. Richtig gut!
Freitag war dann echt ein super Tag. Ich war schön im Gym, mit den Mädels liefs gut und ich habe mein erstes Paket aus Deutschland bekommen. Anna, ich habe mich sooooo gefreut J Den „Heiße-Liebe-Tee“ habe ich einfach unglaublich vermisst und auch Leibnitz-Butterkekse sind der Hammer! Vielen vielen Dank nochmal J
Am Samstag war ich dann total aktiv. Bin morgens früh wach geworden, schnell ins Gym gefahren und war dann auch schon passend um halb 12 fertig, als Lea mit abgeholt hat und wir dann mit Jany Haarfarbe gekauft haben. Danach gings wie gewohnt was zu trinken holen im Starbucks und dann ab zum Football-Spiel. Dieses Mal wars aber ein bisschen anders als letztes Mal. Die ganzen Zuschauer (auch fast doppelt so viele wie beim 1. Mal) gingen bei jeder Spiel-Aktion total steil, klatschten, kreischten, hämmerten mit den Füßen auf den Boden – unglaublich :-D Aber war irgendwie auch cool. Hat mich ein bisschen an das Relegations-Spiel von der 1. von vor 2 Jahren oder wann das auch war erinnert. Leider konnten wir dieses Mal nur eine Halbzeit gucken, weil ich ein bisschen Arbeiten musste am Nachmittag. Letzte Woche war ja hier so ein riesiger Feiertag für die Juden und diese Woche war da nochmal was. Was das jetzt genau war hab ich nicht verstanden, auf jeden Fall war da wieder eine Messe im Tempel, wo ich die Mädels nachher hingebracht habe. Hier waren auch wieder ein paar Verwandte von meiner Gastfamilie. Ein Onkel von Jessica war von der Armee aus 2 Jahre in Deutschland und hat mir ein paar Geschichten davon erzählt. Noch interessanter fand ich allerdings, dass der werte Herr auf der Upper East Side wohnt, ein Haus in den Hamptons hat und den Winter immer in Florida in seinem Haus verbringt! Richtig krass einfach nur! Ich suche ja immer noch nach wem, der alt ist, reich ist, mich nett findet und mich ein Jahr lang haushalten möchte hier :-D Vielleicht habe ich ihn ja nun gefunden – aber ich gluabe leider, dass das so ein Verwandter ist, der nur einmal im Jahr mal kommt. Muss ich wohl weitersuchen^^
Die jüdische Messe war auch mal interessant anzusehen. Jeder kann kommen und gehen wann und wie er will (da steht echt die Hälfte mitten in der Messe auf, geht raus, kommt irgendwann wieder oder auch nicht – das sollteste dir mal hier in Deutschland in einer katholischen Messe erlauben – mein Gott würde das wieder ein Getuschel im Dorf geben :-D). Viel verstanden habe ich auch nicht, weil das meiste auf Hebräisch war, aber ich habe schon einige Worte wiedererkannt, weil meine Mädels hier zuhause immer Hebräisch lernen müssen. Sie singen mir dann jeden Tag 10 Minuten einen vor. Da lernt man schon mit! Nach der Messe gab es dann wieder ein gutes Essen zu dem ich auch noch gehen durfte. Es gab lecker Bagels, Schoko-Erdbeeren und Erdbeer-Blaubeer-Salat. Total lecker. Ich habe mich dann aber auch schon etwas früher wieder verabschiedet und bin dann von Lea abgeholt worden. Lea hat nämlich Sturmfrei gehabt und so haben wir beide mit Jany einen Sleepover veranstaltet. Zunächst haben wir uns aber diesmal an Leas, Theresas (ein neues Au Pair, die auch hier in Montclair wohnt) und meine Haare begeben. Ich bin jetzt nämlich wieder Brownie J Habe ich irgendwie schon vermisst  dunkle Haare zu haben! Jany  haben es sogar echt gut hinbekommen und es ist nicht fleckig oder so geworden (wir hatten erst ein wenig Angst, dass es zu wenig ist, da ich ja nicht gerade wenig und dünne Haare habe). Nach dem Färben sind wir mal wieder ein bisschen durch Montclair und Umgebung gedüst, haben schön Häuser geguckt und eine sehr mysteriöse Unfallstelle gesehen, an der auch mal 8 Polizeiautos standen mit ihrer Partybeleuchtung (ich kann die Dinger ja nicht ernst nehmen, wenn sie da mit ihrem Blinkenden Leuchtdingern rumfahren). Man konnte nicht richtig sehen was da los ist, sah aber iwie so aus wie viele Blumentöpfe, die auf der Straße verteilt waren – war aber glaube ich nicht so. Leider weiß ich heute auch noch nicht, was da los war. Das ist der Scheiß, wenn man nicht mehr im Dorf wohnt. Man kriegt nichts mit. Zuhause hätteste spätestens bei Frau Breuer oder bei Junker erfahren was los gewesen ist. Hier interessiert das irgendwie keinen, was der Nachbar macht –schon schade. Von unserer Reise waren wir dann auch mal um 2 Uhr oder so zuhause und geschlafen haben wir endlich um 02:30 Uhr. Eigentlich nicht weiter schlimm, hätten ja ausschlafen können, aaaber wir wollten ja nach New York, somit ging unser Wecker um 08:00 Uhr. Schön geweckt wurden wir von Axel Fischer und Amsterdam (hach Svea, da hab ich am frühen Morgen schon an dich gedacht ;-) ).
In New York angekommen machten wir uns mit der Metro auf den Weg Richtung Downtown Manhattan. Eigentlich wollten wir direkt zur Freiheitsstatue hinfahren, aber die Schlange war uns definitiv zu lang und dafür so viel Geld auszugeben hatten wir dann auch keine Lust. So haben wir dann einfach die Staten Island Ferry genommen, die umsonst ist und neben der Freiheitstatue herfährt. Danach waren wir am Pier 17, von wo man einen tollen Blick auf die Brooklyn Bridge hatte, die echt richtig cool aussieht (leider machen die da im Mom glaube ich ein paar Arbeiten dran, deswegen ist ein Teil verdeckt). Zu Fuß sind wir dann einmal durch Chinatown und Littly Italy gelaufen und haben uns im H&M in SoHo alle noch ein paar neue Schals gekauft – der Winter kommt, wir rechnen fest damit (auch wenn es definitiv suspekt ist bei 28 °C in New York Schals zu kaufen). Gegessen haben wir schön im Vapiano, was einfach nur meeega lecker war. Dort saßen wir aber auch und waren einfach nur fertig. Unsere Beine taten weh vom vielen Laufen, unsere Augen waren müde vom frühen Aufstehen und der nächste Bus nach Hause ging schon in ner halben  Stunde. Wir also schnell zur Subway-Station am Union-Square gelaufen und die nächste Metro genommen. Kamen auch eigentlich Recht passend an, nur leider viel uns dann doch auf, dass wir nur noch 3 Min hatten, um zum Gleis zu kommen. Wir also über die Straße gehetzt (die dämlichen Autofahrer sind gefahren, obwohl wir grün (ok hier weiß) hatten!), durch den Port Authority Bus Terminal gesprintet, 2 Rolltreppen hochgerannt und dann zum Endspurt auf der langen Geraden angesetzt. Angekommen am Gate 411 setzte der Bus gerade zurück, der Busfahrer sah uns auch und fuhr trotzdem. Wir dachten echt, der verarscht uns. Aber Gott sei Dank hat er dann doch noch angehalten und wir kamen nach Hause. Zurück bei Lea wurden nur noch schnell die Sachen in die Taschen gestopft (ich hatte einfach viel zu viel mit, aber ich wusste ja nicht, ob der Wetterbericht mit den fast 30 °C jetzt stimmt) und es ging ab nach Hause. Hier angekommen lächelte mich das süße Gespenst am Haus an, meine Familie bewunderte meine neue Haarfarbe (natürlich sagten sie, dass es gut aussieht – müssen sie ja auch, wäre ja schon schön blöd wenn sie sagen würden: bor sieht das scheiße aus :-D) und ich bin nur noch unter die Dusche und chille jetzt hier auf dem Bett im Schlafanzug und meine Äuglein fallen schon fast zu. Werde auch jetzt um 20:00 Uhr nicht mehr viel machen und glaube ich in ein paar Minuten schlafen gehen. Ich bin echt nichts mehr gewohnt. Wie gesagt – ich werde alt!

Alles Liebe,
Nina

P.S.: Ach und an meine liebe 1. + Trainer Hillebrenner: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg ;-) Habe schön  an euch gedacht, als ich durch New York gelaufen bin - hat anscheinend was gebracht :-P

Sonntag, 2. Oktober 2011

Wehmütiges Denken ans Oktoberfest

Autoparty nach dem Au Pair-Treffen 




auf dem Weg zum Konzert :-)











Ein "wenig" nass in New York :-P





Amanatidis in den USA










Wie ich es letzte Woche vorausgesagt habe: Ich sitze hier und gucke mir die ersten Fotos vom Oktoberfest an und ein paar Tränchen kullern wirklich. Heute ist echt so ein Tag, wo ich super gerne zuhause wäre und mit allen feiern und Spaß haben würde. Aber na ja, man kann nicht alles haben. Dafür habe ich mir heute einen schön chilligen Nachmittag im Starbucks gemacht, wo ich immer noch sitze und Musik höre, mir Holger Badstuber auf dem Oktoberfest angucke und in mein Tagebuch schreibe.
Die Woche über war eigentlich wie immer. Dienstag hatten wir mal wieder ein unsinniges Au Pair-Meeting. Das haben wir monatlich und dort treffen sich alle Cultural Care Au Pairs aus Montclair. Man trägt sich in die Liste ein, dass man da war, die LCC (unsere Betreuerin hier vor Ort, die wir ansprechen können, wenn wir irgendwelche Probleme haben) fragt, ob alles läuft (natürlich sagt jeder, dass es gut läuft) und dann kann man eig auch schon wieder gehen. Alina, Jany, Lea und ich wir sind danach noch ein Eis essen gefahren bei ColdStone. Da werden die Zutaten noch frisch in das Eis gemischt, was in der Zubereitung zwar nicht gerade appetitlich aussieht, aber im Endeffekt echt verdammt gut schmeckt. Unser wöchentliches Starbucks-Date haben wir diesmal zu mir nach Hause gelegt. Wir haben auf der Couch gesessen, Tee getrunken und nen Smoothie gegessen. Na ja und wie jedes mal kam wieder „Oh neee ich hab kein Bock die gleich von der Schule abzuholen!“ :-D Aber eigentlich ist es nie wirklich schlimm, weil meine Mädels immer freiwillig ihre Hausaufgaben machen danach und ich sie kurze Zeit später zu irgendwelchen Aktivitäten, sei es Soccer, Swimming, Hebrew-School oder Tennis bringe.
Am Donnerstag und Freitag hatte ich so gut wie frei und konnte wieder ausschlafen (das heißt bei mir hier 09:00 Uhr spätestens sitzt klein Nina hellwach im Bett und kann nicht weiterschlafen – irgendwas läuft da definitiv falsch), da die Mädels und Jessica Donnerstag aufgrund von dem jüdischen neuen Jahr (Rosch ha Schana oder so) und Jessica sogar noch am Freitag frei hatte. So kamen am Donnerstag auch die ganzen Verwandten von Jessica zu uns und es gab ein riesiges Essen. Aber es war echt mal ganz cool das mitzuerleben. Vor dem Essen wurde so ein traditioneller Spruch auf hebräisch gesagt und die Challah-Roll (sowas wie ein süßes Brötchen in Deutschland) wurde geschnitten und geteilt. Ein bisschen wie beim Abendmahl im Christentum. Das Essen war auch echt super lecker. Es gab Hähnchen, Reis, Blumenkohl, so Zeug aus Kartoffeln, was irgendwie ein bisschen wie Kartoffelpuffer geschmeckt hat und natürlich Salat. Total geil war aber der Nachtisch. Es gab verschiedene Sorten Eis und den geilsten Kuchen! Das war so ein Beerenkuchen, der noch ein bisschen warm war – einfach nur göttlich!
Der Freitag war auch einfach nur gut. Alina hatte mich zum Black Eyed Peas Konzert im Central Park eingeladen – jaaa eingeladen! Sie hatte die Karten von einem Freund, der leider nicht hingehen konnte, da er schon wieder in Deutschland ist, bekommen und er selbst hatte die auch gewonnen. Also hat sie mich und ihre Gasteltern mitgenommen. Und ich muss sagen es war echt verdammt geil das Konzert! Wir standen zwar ziemlich weit hinten, aber das tut ja nichts zur Sache, dass die Musik der Hammer war. Es war eine richtig tolle Stimmung. Das einzigst nicht sooo gute war, dass es 3 Lieder vor Schluss angefangen hat zu Regnen und wir dann auch noch übelst weit laufen mussten um ihre Gasteltern zu treffen, sodass ich bis auf die Knochen durchgenässt war. Ich war glaube ich noch nie so nass in meinem Leben, aber es war schon lustig! Der ganze Abend war richtig richtig gut.
Endlich wieder Fußball hatte ich dann am Samstag. Lea und ich waren bei einem Spiel von der College-Mannschaft und es war echt mal wieder richtig toll ein Spiel zu gucken (war zwar nicht so schön wie am Sportplatz sonst immer, aber wenigstens etwas). Ich habe sogar das meiste mitbekommen, was ja sonst zuhause eher nicht sooo der Fall ist :-D Wobei es für ein einfaches College-Game echt total übertrieben war. Die Spieler wurden alle namentlich aufgerufen und mussten dann auf den Platz laufen und jede Aktion wurde vom „Stadionsprecher“ (für die 30 Anwesenden Leute, wenns hochkommt) kommentiert.
Die Aktionen danach waren dann einfach mal komplett spontan. Erst sind wir zu einer Mall hier in der Nähe gefahren und wir haben uns beide super schöne Westen von Hollister gekauft, die netterweise runtergesetzt waren und wir sie fast für die Hälfte bekommen haben. Danach sind wir noch in eine andere Mall gefahren, wo es auch Outlets gab. Ich muss uns ja wirklich loben, weil wir den Weg OHNE Navi gefunden haben und ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben und NICHT (!!!) verfahren :-D. Diesen ganzen neumodischen Quatsch mit Navi und so – der ist ja wirklich komplett Überschätzt – man muss einfach nur Karten lesen können ;-) Nun gut, auf jeden Fall habe ich jetzt auch endlich Winterschuhe gefunden. Gegessen haben wir dann im IKEA, der direkt neben der Outlet-Mall war.
Abend habe ich dann bei Lea gepennt, weil wir uns noch nen Film angeguckt haben und es so am einfachsten war. Nachts hatten wir einfach ein soooo krasses Gewitter! Ich hab noch nie so einen lauten Bums gehört – zunächst dachte ich echt, dass das Haus einstürzt – mein lieber Herr Gesangsverein war das laut! Aber es war Gott sei Dank nach nicht allzu langer Zeit vorbei und ich konnte weiterschlafen.
Jetzt sitze ich hier schon seit 2 oder 3 Stunden im Starbucks mit meinem Kaffee und entspanne schön. Das tut einfach immer so gut und man kann die Gedanken schön fliegen lassen.
Ich hoffe ihr hattet ein tolles Oktoberfest und habt auch ohne mich gut gefeiert und wenigstens 3 oder 4 Maß für mich mitgetrunken.

Alles Liebe,
Nina