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Dienstag, 29. Mai 2012

Verlängertes Wochenende


ganz viel Spaß :-D




Beerdigung einer Wassermelone


bestes Frühstück

DANKE MAMA !!! <3


Sooo Freunde, da ich dieses Mal ein (nun letztes) langes Wochenende hatte, kommt der Bericht einen Tag später.
Die Woche war mal wieder nicht sonderlich ereignisreich, außer, dass es von Montag bis Donnerstag glaube ich ununterbrochen wie aus Eimern gegossen hat. Montag hab ich mir dann auch zur Feier des Regentages eine neue schnieke „North Face“-Regenjacke gekauft (Ich kleiner Sparfuchs habe damit mal wieder die Hälfte gespart, weil das gute Stück in Deutschland 120 € kostet und ich umgerechnet gerade mal 60 € bezahlt habe – seid stolz auf mich ;-) ), die dann auch sofort zum Einsatz kam. Die Tage plätscherten dann auch so dahin und Donnerstag konnte ich mal wieder ausschlafen. Elana hatte so ein Schulkonzert, weswegen Jessica sich frei genommen hatte und die Mädels selbst zu Schule brachte. Gegen 10 Uhr sind wir dann zusammen mit der Oma zur Schule gefahren und haben uns das Geträller angehört. War auch ganz süß – Grundschul-Chor halt, aber mit schönen Liedern.
Übers Wochenende bin ich dann mal wieder bei Lea eingezogen (ich weiß gar nicht, wie wir das machen sollen, wenn wir am Wochenende nicht mindestens einmal zusammen in einem Zimmer schlafen können :-D). Abends hatten wir zunächst noch nen Au Pair-Meeting, zu dem wir leider nicht pünktlich hingehen konnten. Wir mussten nämlich noch kochen (ich weiß, grandiose Ausrede, unserer Leiterin haben wir auch nur gesagt, dass wir später kommen, nicht warum^^). Nun gut, als wir uns dann auf den Weg machen wollten, wollte ich mal wieder mega gut vorbereitet sein und hatte schon vorher den Weg nachgeguckt. War auch alles schön und gut. Jedoch als wir so dem Weg folgten, war das alles ein bisschen seltsam. Das in dieser, sagen wir mal, nicht gerade vertrauenswürdigen Umgebung ein Yoga-Studio (wir sollten nämlich Hot Yoga machen) sein sollte, konnten wir uns nicht wirklich vorstellen. Nach geschlagenen 35 Minuten ist uns dann aufgefallen, dass mein Weg zwar auf die richtige Straße (bzw. den richtigen Straßennamen ;-) ) führte, diese Straße aber leider im falschen Ort lag. Beim nächsten Mal suche ich dann doch lieber nicht den Weg^^ Wieder bei Lea angekommen haben wir erstmal noch ein paar amüsante Fotos mit meinem Laptop gemacht, sind dann aber im Endeffekt doch eigentlich recht früh schlafen gegangen, nachdem wir unserm Thresken „Adieu“ gesagt haben, da sie sich für eine Woche nach San Francisco verabschiedet hat und uns seitdem mit netten SMS wie „Oh unser Hostel ist so klasse, San Francisco ist total toll.“ Quält ;-) Aber es sei ihr gegönnt, schließlich hatte sie in ihren 8 Monaten hier fast noch gar keinen Urlaub. Nun gut, schlafen wollten wir zwar, klappte aber nicht, da Lea’s Zimmer, trotz Ventialtor, eher einer Sauna glich. So haben wir uns dann gegenseitig irgendwann in den Schlaf bemitleidet, wie warm es doch wäre :-D
Am Samstag (nein, wir sind dann doch nicht an Überhitzung gestorben) gabs dann ein schönes Wiedersehen mit alten Bekannten. Johannes kam mich übers Wochenende besuchen und so fuhren Lea und ich Samstagmorgen nach New York rein. Sind dann den Nachmittag über am Hudson River spazieren gegangen (wuhuuu, Sonnenbrand lässt grüßen) und sind, wie soll es auch anders sein, am Ende wieder im Vapiano eingekehrt. Wieder im zurück im schönen Montclair in meinem Wochenendhaus hatten wir dann die geniale Idee, dass es doch ganz lustig wäre, abends einen zu trinken (kaum ist Johannes da, wird wieder getrunken :-D). Nur mussten wir ja irgendwie an den Alkohol kommen, da es hier ja ein wenig bescheuert mit der Altersbegrenzung ist. Aber, wir hatten noch eine geniale Idee (man, was waren wir intelligent dieses Wochenende!). Im Moment wohnt mal wieder son Typ bei Lea’s Familie und den haben wir dann einfach gefragt, ob er uns was besorgen würde. Der Kerl war schier begeistert von unserer Idee und so wurde fix was gekauft. Je später der Abend desto lustiger wurden auch unsere Trink-Spiel-Ideen bzw. die Antworten die wir auf die jeweiligen Fragen des Trinkspiels hatten. Die Zeit nach dem Au Pair Jahr kann kommen würde ich mal sagen :-D
Sonntag wurde dann erstmal ausgeschlafen und super lecker mit Brötchen, Croissant und Rührei gefrühstückt. Danach wurde Johannes ein bisschen von Montclair gezeigt und sind bei der Hitze (weil am Wochenende wars dann doch wieder schön warm) wie die kleinen Kinder mit Klamotten durch den Rasenspränkler gelaufen. Abends gings dann mal wieder ins Kino („What to expect, when you expecting“ – allein schon wegen Chace Crawford lohnt es sich darein zugehen!).
Montag gings für Johannes dann wieder zurück nach Washington und er ist ziemlich früh nach New York reingefahren, um sich noch ein bisschen was anzugucken. Lea und ich sind diesmal Zuhause geblieben und so konnte ich mal wieder mit Mama und Papa skypen. Beim Skypen merke ich immer erst, wie sehr ich die alle doch vermisse und gerne mal wieder bei nem Kaffee die neusten Sachen persönlich bequatschen würde... Aaaaaber liebe Leute, ich kanns ja nicht oft genug sagen, am 29. Juni bin ich ja wieder im Lande und dann wird alles nachgeholt J.
Wirklich was gemacht haben Lea und ich auch nicht. Sonnen wollten wir uns, aber nach 1 ½ Stunden auf dem Deck bei mir waren wir einfach nur fertig. Die Hitze war unglaublich! Irgendwann haben wir uns dann bei mir aufs Bett gelegt und ne Runde geschlafen.
So ist diese Woche auch wieder nur eine kurze Woche, was richtig richtig genial ist. Gut gestartet ist sie allemal, da heute ein Päckchen von meiner Mama im Briefkasten war. Sie hat mir doch tatsächlich das neue Deutschland EM-Trikot geschickt J Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie unglaublich ich mich darüber gefreut habe. Jetzt kann die EM ja nur gut werden, vorallen Dingen wäre ich passend zum Finale wieder da! VIELEN VIELEN DANK MAMA!!! Das Geschenk ist wirklich das Beste, was noch kommen konnte in den letzten Wochen!

Alles Liebe,
Nina

Montag, 21. Mai 2012

CL-Finale mit Diet Coke und Salzstangen – irgendwas stimmt da nicht!
















Die „Damen-Woche“ wie ich sie mal betiteln möchte, ging dann doch recht schnell um. Richtig viel mehr arbeiten musste ich im Endeffekt aber auch nicht. Abends musste ich zweimal bisschen länger als normal, aber das ist ja jetzt auch kein Weltuntergang. Dienstag kam Ari erstmal mit einem riesen Grinsen im Gesicht von der Schule nach Hause. Sie hatte ne Mail von ihrer Freundin bekommen, die sie gefragt hatte, ob sie nicht Lust hätte mit zu einem Konzert von „One Direction“ (die neuen Backstreet Boys oder für die ältere Generation vielleicht die Flippers) zu kommen. Um ehrlich zu sein bin ich ja schon ziemlich neidisch, weil die schon recht schnuckelig sind. Um meinen Neid zum Ausdruck zu bringen, hat sie den ganzen Tag nichts mehr zu Essen bekommen und musste die Woche über zu Fuß zur Schule laufen – natürlich NICHT! Ich bin ja kein Monster ;-) Das Konzert ist dann diesen Freitag und ich bekomme ganz viele Fotos sagte sie mir. Da war ich dann nicht mehr soooo neidisch ;-)
Vorm Gym sind wir jetzt zum warmmachen statt aufs Rad mal draußen ne Runde laufen gegangen. Im Gegensatz zu heute (den ganzen Tag monsunartige Regenfälle) war es nämlich die ganze letzte Woche über wunderschön sonnig mit angenehmen Temperaturen. So wurde dann im Haus auch der Riesen-Ventilator angeschmissen, den wir zusätzlich zur Klimaanlage auch noch haben. Da wird dann durchs ganze Haus frischer Wind gewindet, der das Einschlafen dann doch etwas angenehmer macht. Ohne das Ding hätte ich glaube ich vor Hitze nicht einschlafen können. Die Woche plätscherte dann so weiter und ging auch wie oben schon gesagt, ziemlich schnell um.
Freitag musste Theresa abends arbeiten und Lea und ich haben ihr dann (nach einem leckeren Abendessen bei Panera Bread (wo es auch mal Brot gibt, was fast so schmeckt wie deutsches!) und einem Klau von 10000 Servierten (natürlich Lea, nicht ich!), da man ja nie genug Servierten haben kann) Gesellschaft geleistet. So wurde die DVD von dem grandiosen Hugh Grant und Drew Barrymore Film „Music and Lyrics“ (Mitten ins Herz - Ein Song für dich) eingeschmissen und die Filmmusik mit unglaublicher Textsicherheit mitgeschmettert („and than Pop * klatsch * goes my heaaaart“).
Samstag war dann das Champions League Finale, was ich mir hier alleine angeguckt habe. Champions League Finale mit Diet Coke, Salzstangen, alleine auf dem Bett und nicht mit Bier, Chips und Freunden in der Hütte. Da haben mir dann schon alle meine Fußball-Guck-Freunde gefehlt, ohne die Fußball gucken einfach keinen richtigen Spaß macht. Aber na ja, zum EM-Finale wäre ich ja wieder Zuhause. Jetzt müssen es die Deutschen nur bis dahin schaffen (und wenn sie dies nicht schaffen, werde ich jedem Einzelnen von den werten Herren in den Arsch treten! :-P). Abends bin ich dann zu Lea und wir haben zusammen ihre Kinder ins Bett gesteckt. Kaputt von der vielen Arbeit in der Woche (haha) wollten wir auch eigentlich recht früh schlafen, was aber aufgrund einer unglaublichen Hitze in ihrem Zimmer (Lea hat nämlich nicht so einen coolen Riesen-Ventilator und wohnt in der obersten Etage) nicht so ganz geklappt hat. So haben wir dann Fußballspiele von 2010 bis 1974 geguckt und uns wieder schön viele lustige Sachen ausgedacht.
Sonntag gings dann zu unserer letzten Universität die wir besuchen wollten. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach New Haven, um die Yale Universität zu besichtigen. Allein die Autofahrten hin und zurück waren schon abenteuerlich, da wir 3 krasse Unfälle gesehen haben und angesichts dieser Tatsache froh waren, unfallfrei in New Haven angekommen zu sein (was das jetzt für Unfälle waren, darf ich nicht sagen – Mama hat nämlich gesagt, das interessiert eh keinen und ich soll nicht so viel um den heißen Brei herum reden. Dabei rede ich doch so gerne. Aber ich höre natürlich auf meine Mama und belass es nun dabei ;-) ). Der Weg führte uns über die riesige George Washington Bridge (jahaaa, Lea ist also nun in Manhattan Auto gefahren, obwohl das ja eigenltich nicht sooo erlaubt ist ;-) ) und auf dem Rückweg durch das Hudson Valley, das ist da, wo diese unglaublich wunderschönen realen ZDF Sonntagsfilme gedreht werden. Die Gegend war aber wirklich richtig schön idyllisch. Da können Geschichten auch nur ein Happy End haben.
In Yale hatten wir dann auch wieder total Glück, genau an DEM Tag da gewesen zu sein. Die hatten so eine Vorveranstaltung zur Graduation und im Innenhof des Alten Campus saßen bestimmt 3000 Leute. Es wurden Reden geschwungen und die besten Sportler des Jahrgangs geehrt. Die hier in den Staaten berühmte Journalistin Barbara Walters hat auch ein paar Worte an die Absolventen gerichtet, womit wir nun noch einen „Promi“ gesehen haben. Hier ist die wohl echt total bekannt, weil die super viele Präsidenten und Politiker interviewt hat und 40 Jahre lang die News präsentiert hat. Und sie hat Paris Hilton aus dem Knast per Telefon interviewt :-D (ganz wichtige Info!). Sie ist wahrscheinlich der Peter Kloeppel der USA. Nachdem wir uns die wichtigsten und schönsten Gebäude angeguckt haben und natürlich auch hier ein T-Shirt gekauft haben, ging es gegen Abend zurück nach Montclair und das Wochenende war auch schon wieder vorbei.
Nächstes Wochenende kommt mich dann Johannes aus Washington besuchen.

Alles Liebe,
Nina

Montag, 14. Mai 2012

Manchmal gibts keine passende Überschrift^^





Richtig viel zu erzählen gibt es eigentlich nicht diese Woche. Montags kam der Mann, der unser Deck draußen macht, zur Freude meiner Gastmutter (die schon dachte, dass es nie fertig werden wird) dann auch mal wieder. Im ist also aufgrund meiner Kopfschmerztabletten nichts zugestoßen :-D Der ist dann jetzt auch angefangen zu streichen und draußen hat es die ganze Woche über nach Farbe gepestet. Na ja, die Farbe ist jetzt nicht soooo bombe geworden. Etwas zu dunkel. Aber na ja^^
Die restlichen Tage ging es dann ins Gym bzw. am Freitag bin ich mal ne Runde Laufen gegangen. Dienstag hat uns unser Freund im Gym solche Übungen für die Arme gezeigt. Ai, was hatte ich für nen Muskelkater am nächsten Tag. Donnerstag hatte ich die Übungen dann nochmal wiederholt und am Freitag war der Muskelkater nochmal doppelt so schlimm. Konnte meinen Arm erstmal nicht normal nach unten hängen lassen, weils so weh tat :-D Ja ich weiß, ich bin ne Mimose, aber es tat wirklich weh^^
Samstag und Sonntag habe ich dann was mit Jany gemacht. Wir waren in der Mall, haben ein Picknick im Park gemacht, TV geschaut, gekocht und einfach nur geschnackt. War richtig schön mal wieder länger was mit ihr zu machen und so zu erzählen wie es beim jeweils anderen so läuft und das man gar nicht glauben kann, wie schnell die Zeit hier jetzt einfach umgegangen ist und in den nächsten Wochen alle nach und nach wieder zurück nach Hause gehen.
Sonntag hatten wir hier bei mir in der Familie auch wieder Besuch von Jessicas ganzen Verwandten. Muttertag wurde gefeiert (obwohl ich an diesem Tag dann doch meine Mama ganz gerne persönlich in den Arm genommen hätte... Aber meine Mama ist nicht nur am Muttertag die Beste, sondern auch an jedem anderen Tag J Da muss ich dann halt noch ein bisschen warten, bis ich sie wieder in richtig in den Arm nehmen kann). Ich mag die alle total und unterhalte mich voll gerne mit denen. Vor allen Dingen spricht man dann mal den ganzen Tag lang nur Englisch, was auch mal ganz gut ist. Jessicas Mama hatte ganz viele Bagels und Aufstriche mitgebracht, die Schwägerin (die auch schon die Fernsehpreis Emmy für ihre Reportage aus Israel gewonnen hat, wie ich gestern mal erfahren habe^^. Früher hat sie nämlich für CNN und sowas gearbeitet, also diese Nachrichten-Sender) hat unglaublich leckere Erdbeeren mitgebracht und ein Cousin hatte noch Geburtstag, für den gabs Kuchen. Ha, das war auch lustig, die beiden Jungs haben nämlich versucht mir die Regeln von Baseball zu erklären :-D Irgendwas von wegen Strikes und wenn du 4 Strikes oder so hast bist du draußen, aber bei irgendwas anderem kannst du dann auf die erste Base und keine Ahnung. Richtig verstanden hab ich es nicht, aber sie fandens sehr amüsant, dass ich nichts gerafft habe :-D Wobei, was ich verstanden habe war, dass ein Homerun, einen Punkt gibt, wenigstens etwas^ Na ja, irgendwie finde ich den Sport jetzt auch nicht so interessant, weswegen sich meine Trauer über mein Unwissen in Grenzen hält^^ Jessicas Bruder hatte noch seine 2 Hunde mitgebracht. Der eine Hund ist noch ein Welpe, den sie aber nur ein Jahr lang behalten. Der Hund wird nämlich zum Blindenhund ausgebildet und dafür muss der so spezielle Programme machen und darf z. B. auch nicht auf den Schoß genommen werden, weil er das später auch nicht darf. War ganz interessant zu hören, worauf man da dann alles achten muss, bei der Erziehung des Hundes. Der war aber wirklich goldig, ein kleiner Labrador J
Diese Woche ist dann wieder ein bisschen anders, weil mein Gastpapa für seine Möbelfirma in Las Vegas ist bis Freitag. Der hat da so etwas, was man in Deutschland denke ich mal Messe nennt. Jetzt sind wir ein reiner Frauen-Haushalt, was aber auch ganz gut klappt. Heute hatte Elana z. B. ein Soccer-Probe-Training, ob sie noch gut genug ist, nächste Saison auch noch in diesem besonderen Team zu spielen. Meine Güte, haben die da übertrieben heute. Ich mein, die sind 10 und machen da komplett nen Tam Tam drauß. Jede Spielerin hat ne Nummer auf den Rücken gepinnt bekommen, 6 Trainer haben sich Notizen gemacht und diese Notizen werden jetzt ausgewertet. Komplett übertrieben meiner Meinung nach. Die nehmen das viel zu Ernst, in dem Alter soll man das doch nur aus Spaß und nicht aufgrund von Leistung machen.
Dann bin ich mal gespannt wie sich der Frauenhaushalt in der nächsten Woche so schlägt.

Alles Liebe,
Nina

Montag, 7. Mai 2012

Feels like home - zumindest ein bisschen


Diese ganze freie Zeit – richtig kreative Aktivitäten konnte ich mir für die letzten 7 Wochen jetzt auch nicht mehr ausdenken, also werden einfach neue Rekorde im Super-Chillen aufgestellt.
Am Montag war dann mal wieder der Typ da, der das Deck fertig macht. Also der schleift das komplette Holz ab und irgendwann soll es dann noch gestrichen werden. Vom ganzen Holzabschleifen, hat er dann Kopfschmerzen bekommen (verübeln mag ichs ihm nicht – ich krieg ja schon die Krise von diesem Geräusch und das obwohl ich drinnen sitze). Nina spielte dann erstmal Krankenschwester und hat aus ihrem Medizin-Schränkchen der guten deutschen Hausmittelchen das Wunderheilzeug Ipuprofen gezaubert und es dem Herrn Holzabschleifer zur Besserung gegeben. Auf meine Nachfrage am Nachmittag sagte er auch, dass es ihm besser ginge. Alles schön und gut, nur kam der Mann die komplette Woche über danach nicht mehr. Ob mir das zu denken geben sollte?
Abends wurde Lea, Theresa und mir dann doch mal wieder bewusst, dass wir alle gleich blöd sind. Theresa fragte mal wieder nach dem Weg (Orientierung hat man in Sachsen leider nicht gelernt ;-) ), ob sie denn die nächste links müsste. Ich meinte dann: ne, diese noch nicht, erst die danach. Als wir dann an der Kreuzung waren, bog Theresa auch selbstverständlich in unserer „links“ ab. Eigentlich meinten wir nämlich beide rechts. Gut, dass wir alle so sind und wunderbar miteinander kommunizieren können ;-). Auch am nächsten Tag waren meine unglaublichen Ortskenntnisse mal wieder gefragt, denn diesmal fragte mich sogar mein Gastpapa nach dem Weg. Er hatte sich wohl irgendwie mit den Straßen vertan, um zum Leichtathletik von Ari zu kommen und ich solle ihm dann mal kurz erklären wie er denn da jetzt am besten hinkommt :-D. Was soll die Menscheit Amerikas machen, wenn ich nicht mehr da bin und den Weg weisen kann – haha!
Unser Gym-Gang am Donnerstag viel aufgrund einer kleinen unmotivierten Gefühlslage einer lieben Dame dann eher kürzer aus. Irgendwie hatte ich aber mal wieder Hummeln in der Futt und so bin ich dann, als ich zuhause abgesetzt wurde, erstmal ne große Runde mit dem Hund gegangen. Richtig ausgelastet war ich danach aber immer noch nicht. So habe ich meine geniale Wolfang-Petry-Schlager-Playlist angeschmissen und bin mal losgejoggt. Hach der gute alte Wolle, der trägt einen nur so von Kilometer zu Kilometer ;-)
Donnerstag und Dienstag haben die Mädels jetzt immer erst um 18:00 Uhr ihre Aktivitäten, was bedeutet, dass sie sich spätestens ab 16:30 Uhr am langweilen sind, wenn sie nicht gerade Unmengen an Hausaufgaben haben oder wieder irgendein Buch lesen wollen. So haben wir dann am Donnerstag ein super sinnvolles Kartenspiel gespielt (dessen Sinn ich bis heute nicht kapiert habe, aber man sagt ja lieber mal nichts^^). Als wir dann aber zu dem Punkt kamen, wo die Blagen meinten, dass sie schummeln dürften, ihr Au Pair aber schön nach den Regeln spielen sollte, habe ich auch nur gesagt, dass sie nach „ihren Regeln“ mal schön alleine spielen können. Das macht doch keinen Sinn ganz ehrlich. Später im Leben können sie sich auch nicht alles so hinlegen, wie sie es gerne haben wollen, nur damit sie einen Vorteil daraus ziehen können. Richtig einsehen wollten sie dann nicht, dass ich Recht hatte, das Spiel war aber trotzdem beendet und wir machten dann irgendwas anderes. Ok, genug aufgeregt (musste jetzt aber mal kurz sein^^)
Freitag ging dann auch wieder ganz fix um. Morgens gabs das ein oder andere Skype-Date und Nachmittags habe ich schön mit Elana am iPod gespielt. In der Zwischenzeit hab ich dann für Lea einen „Mai“ gemacht. In Lea’s Region ist es halt Tradition, dass die Freunde für ihre Freundinnen son großes Bild machen und es ihr in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai vors Haus hängen. Da Lea uns seit Wochen damit in den Ohren gehangen hat und ich eh wieder viel zu viel Zeit hatte, dachte ich mir, dass ich ihr mal ein kleines Bildchen male. Sie hat sich auch glaube ich sehr gefreut über mein super-süßes Küken ;-)
Den Samstag haben wir nicht wirklich viel gemacht. Sind im Brookdale Park gewesen und haben den wohl unmotiviertesten Schiri der Welt gesehen (der Bewegungsradius war ca. 5 Meter, Sonnenbrille auf (bei komplett bewölktem Himmel) und Hände in der Hosentasche – bor was hätte mir das Spaß gemacht zu spielen, wenn diese Tröte gepfiffen hätte), unnütz ein bisschen Sprit verfahren und abends musste ich dann auch arbeiten (das einzige Mal diesen Monat, total gut J). Kinder wurden wieder zeitig ins Bett geschickt, aber eigentlich auch nur weil Oma Brinkmann auch wieder mal müde war. Aber ich musste schließlich auch fit sein, weils am nächsten Tag auf große Reise zur Elite-Universität Princeton ging. Theresa holte mich also am Sonntag gegen 11:00 Uhr ab, schnell noch Lea eingesammelt und los gings. Die Uni war auch super schnell gefunden und schon die Straße, die dorthin führte, mit den vielen Bäumen und dem ganzen Grün, brachte mich zum schwärmen. Als wir dann so über den Campus gingen, waren wir schon ziemlich erstaunt, wie unglaublich wenig doch los war. Es war fast keine Menschenseele zu sehen und wir dachten schon, dass sich der Besuch auf vllt 20 min beschränken würde. Je mehr wir aber ins innere des Campus-Geländes gingen, desto interessanter wurde es aber. Von irgendwoher kam Musik und der sind wir dann mal entgegengegangen. Ja und dann war da was, was man wohl eine typische amerikanische College-Abschlussparty nennt. Hunderte betrunkene Ammis, die ihren letzten Schultag feierten und wahrscheinlich zum ersten Mal Bier getrunken haben, liefen grölend und nicht mehr ganz so viel angezogen (die, die noch angezogen waren, hatten natürlich ganz Elite-Uni-gerecht Polohemd in die Hose gesteckt an und die Damen trugen Kleidchen (also wirklich alle jetzt!! Ich glaub das war Pflicht^^)) an uns vorbei. Der Geruch von Bier stieg uns in die Nase und man fühlte sich an so manch eine lustige Zeltparty von zuhause erinnert, was die Vorfreude auf Zuhause nur noch größer werden ließ J. Gefeiert wurde auf einer Straße, auf der die Clubhäuser stehen (diesen Clubs kann man beitreten und dort in der Gemeinschaft Essen, Lernen und soziale Kontakte pflegen – zumindest SOLL es so sein, laut Beschreibung im Internet :-D) und in den Vorgärten sind dann Bands oder Rapper oder sonstige Musiker aufgetreten. Bei der einen Band haben wir uns nur gedacht: Mensch, die hören sich ja wirklich so an, wie das Original aus dem Radio. Gut, haben wa dann Zuhause mal nachgeguckt und es hat sich sogar nicht nur so angehört wie das Original, es war das Original. Die Band heißt „Outasight“ und das Lied ist „Tonight is the night“, falls ihr es euch mal anhören wollt, welche Weltstars von morgen wir gehört, aber natürlich nicht erkannt haben :-D. Wir sind dann noch ein bisschen weiter über den Campus gelaufen und haben (neben Kerlen, die anscheinend vorher nicht in den Spiegel geguckt haben, wie dämlich sie doch mit ihren ultraultrakurzen PINKEN (!!!) Shorts aussehen) wunderschöne alte Gebäude gesehen, die aussahen wie kleine Burgen. In dem University Shop wurde dann noch schnell ein Princeton-University-Shirt gekauft und dann ging auch schon die Heimreise an. Natürlich sind wir auf dem Rückweg nochmal an der lustigen Meile vorbeigelaufen, die Studenten die noch da waren, waren nicht mehr so ganz Herren ihrer Sinne und den, der das ganze aufräumen darf, ist schon ein armes Schwein (Man muss dabei sagen, dass das ganze in der Mittagszeit von statten ging - 3 Stunden lang. Also an deren Durchhaltevermögen muss noch gearbeitet werden!)! Es war ein wirklich schöner Tag, der definitiv anders verlaufen ist, als wir es vorher gedacht hätten. Wenn ihr also mal irgendwann nach Princeton fahren wollt, wählt auf jeden Fall das Wochenende nach dem letzten Schultag – ist definitiv eine Erfahrung wert ;-)

Alles Liebe,
Nina