Die „Damen-Woche“ wie ich sie mal betiteln möchte, ging dann
doch recht schnell um. Richtig viel mehr arbeiten musste ich im Endeffekt aber
auch nicht. Abends musste ich zweimal bisschen länger als normal, aber das ist
ja jetzt auch kein Weltuntergang. Dienstag kam Ari erstmal mit einem riesen
Grinsen im Gesicht von der Schule nach Hause. Sie hatte ne Mail von ihrer
Freundin bekommen, die sie gefragt hatte, ob sie nicht Lust hätte mit zu einem
Konzert von „One Direction“ (die neuen Backstreet Boys oder für die ältere
Generation vielleicht die Flippers) zu kommen. Um ehrlich zu sein bin ich ja
schon ziemlich neidisch, weil die schon recht schnuckelig sind. Um meinen Neid
zum Ausdruck zu bringen, hat sie den ganzen Tag nichts mehr zu Essen bekommen
und musste die Woche über zu Fuß zur Schule laufen – natürlich NICHT! Ich bin
ja kein Monster ;-) Das Konzert ist dann diesen Freitag und ich bekomme ganz
viele Fotos sagte sie mir. Da war ich dann nicht mehr soooo neidisch ;-)
Vorm Gym sind wir jetzt zum warmmachen statt aufs Rad mal
draußen ne Runde laufen gegangen. Im Gegensatz zu heute (den ganzen Tag
monsunartige Regenfälle) war es nämlich die ganze letzte Woche über wunderschön
sonnig mit angenehmen Temperaturen. So wurde dann im Haus auch der
Riesen-Ventilator angeschmissen, den wir zusätzlich zur Klimaanlage auch noch
haben. Da wird dann durchs ganze Haus frischer Wind gewindet, der das
Einschlafen dann doch etwas angenehmer macht. Ohne das Ding hätte ich glaube
ich vor Hitze nicht einschlafen können. Die Woche plätscherte dann so weiter
und ging auch wie oben schon gesagt, ziemlich schnell um.
Freitag musste Theresa abends arbeiten und Lea und ich haben
ihr dann (nach einem leckeren Abendessen bei Panera Bread (wo es auch mal Brot
gibt, was fast so schmeckt wie deutsches!) und einem Klau von 10000 Servierten
(natürlich Lea, nicht ich!), da man ja nie genug Servierten haben kann)
Gesellschaft geleistet. So wurde die DVD von dem grandiosen Hugh Grant und Drew
Barrymore Film „Music and Lyrics“ (Mitten ins Herz - Ein Song für dich)
eingeschmissen und die Filmmusik mit unglaublicher Textsicherheit
mitgeschmettert („and than Pop * klatsch * goes my heaaaart“).
Samstag war dann das Champions League Finale, was ich mir
hier alleine angeguckt habe. Champions League Finale mit Diet Coke,
Salzstangen, alleine auf dem Bett und nicht mit Bier, Chips und Freunden in der
Hütte. Da haben mir dann schon alle meine Fußball-Guck-Freunde gefehlt, ohne
die Fußball gucken einfach keinen richtigen Spaß macht. Aber na ja, zum EM-Finale
wäre ich ja wieder Zuhause. Jetzt müssen es die Deutschen nur bis dahin
schaffen (und wenn sie dies nicht schaffen, werde ich jedem Einzelnen von den
werten Herren in den Arsch treten! :-P). Abends bin ich dann zu Lea und wir
haben zusammen ihre Kinder ins Bett gesteckt. Kaputt von der vielen Arbeit in
der Woche (haha) wollten wir auch eigentlich recht früh schlafen, was aber
aufgrund einer unglaublichen Hitze in ihrem Zimmer (Lea hat nämlich nicht so
einen coolen Riesen-Ventilator und wohnt in der obersten Etage) nicht so ganz
geklappt hat. So haben wir dann Fußballspiele von 2010 bis 1974 geguckt und uns
wieder schön viele lustige Sachen ausgedacht.
Sonntag gings dann zu unserer letzten Universität die wir
besuchen wollten. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach New Haven, um
die Yale Universität zu besichtigen. Allein die Autofahrten hin und zurück
waren schon abenteuerlich, da wir 3 krasse Unfälle gesehen haben und angesichts
dieser Tatsache froh waren, unfallfrei in New Haven angekommen zu sein (was das
jetzt für Unfälle waren, darf ich nicht sagen – Mama hat nämlich gesagt, das
interessiert eh keinen und ich soll nicht so viel um den heißen Brei herum
reden. Dabei rede ich doch so gerne. Aber ich höre natürlich auf meine Mama und
belass es nun dabei ;-) ). Der Weg führte uns über die riesige George
Washington Bridge (jahaaa, Lea ist also nun in Manhattan Auto gefahren, obwohl
das ja eigenltich nicht sooo erlaubt ist ;-) ) und auf dem Rückweg durch das
Hudson Valley, das ist da, wo diese unglaublich wunderschönen realen ZDF
Sonntagsfilme gedreht werden. Die Gegend war aber wirklich richtig schön
idyllisch. Da können Geschichten auch nur ein Happy End haben.
In Yale hatten wir dann auch wieder total Glück, genau an
DEM Tag da gewesen zu sein. Die hatten so eine Vorveranstaltung zur Graduation
und im Innenhof des Alten Campus saßen bestimmt 3000 Leute. Es wurden Reden
geschwungen und die besten Sportler des Jahrgangs geehrt. Die hier in den
Staaten berühmte Journalistin Barbara Walters hat auch ein paar Worte an die
Absolventen gerichtet, womit wir nun noch einen „Promi“ gesehen haben. Hier ist
die wohl echt total bekannt, weil die super viele Präsidenten und Politiker
interviewt hat und 40 Jahre lang die News präsentiert hat. Und sie hat Paris
Hilton aus dem Knast per Telefon interviewt :-D (ganz wichtige Info!). Sie ist
wahrscheinlich der Peter Kloeppel der USA. Nachdem wir uns die wichtigsten und
schönsten Gebäude angeguckt haben und natürlich auch hier ein T-Shirt gekauft
haben, ging es gegen Abend zurück nach Montclair und das Wochenende war auch
schon wieder vorbei.
Nächstes Wochenende kommt mich dann Johannes aus Washington
besuchen.
Alles Liebe,
Nina






